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Radevormwald
IG Jahnplatz sieht Gefahr für den städtischen Haushalt

Radevormwald. Gegen die Entscheidung des Ausschusses für Stadtentwicklung, das Neubaugebiet Jahnplatz zu forcieren, wendet sich Frank Kühn von der IG Jahnplatz in einer Pressemitteilung. Der Ausschuss hatte sich für die Variante III entschieden mit Einfahrt in das Baugebiet auf einer Straße unterhalb der TSV-Vereinsanlage.

Kühn wendet sich gegen die Informationspolitik der Verwaltung und Kommunalpolitiker. Seit dem Grundsatzbeschluss im Jahr 2007 habe es keine öffentliche Veranstaltung für die Anlieger gegeben. Diesen würde jetzt aber der "Schwarze Peter" zugesprochen, weil sie in der Zeit von 2007 bis 2014 geschwiegen hätten. Entscheidungen könnten rückgängig gemacht werden, aber nicht Baumaßnahmen.

Die IG zweifelt weiter daran, dass die von der Stadtverwaltung prognostizierten Einnahmen in Höhe von mehr als einer Million Euro realistisch sind. Kühn sieht auch Defizite in der städtischen Planung, weil die Verwaltung die Kosten für die Entwicklung des Neubaugebietes nicht genau definieren könne. Auch seien von den 25 vorgelegten Fragen nur sechs beantwortet worden. Die IG wendet sich auch dagegen, dass in eine Waldfläche hinein geplant werde. Der Vorwurf: Die Verwaltung kenne ihre eigenen Pläne nicht. Kühn zweifelt auch die Fachkompetenz der Verwaltungsmitarbeiter an, weil denen "noch nicht einmal die vorgegebene Anzahl von Pflichtparkplätzen je Wohneinheit bekannt war".

"Die IG Jahnplatz befürchtet ein Desaster auf der Kostenseite und herbe Ernüchterungen auf der Einnahmeseite", schreibt Kühn. Die geplanten Häuser lägen teils ungünstig nach Norden ausgerichtet, hätten "riesige Vorgärten" statt eines Gartens oder seien durch Mehrfamilienhäuser einsehbar. Einige Grundstücke würden sich nicht anfahren lassen, andere lägen direkt neben einem Spielplatz für ein- bis dreijährige Kinder. Die IG glaubt nicht, dass es Interessenten für diese Flächen geben werde und bezweifelt deshalb die prognostizierte Einnahmeseite.

(wos)
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