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Radevormwald
IG Wiebachtal möchte große Waldflächen zurückkaufen

Radevormwald. Pflanzaktionen und Wanderungen begleiteten die IG Wiebachtal durch das vergangene Jahr. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft nutzten die Jahresversammlung am Donnerstag aber nicht nur, um an die Höhepunkte zu denken, sondern auch, um ihr weiteres Vorgehen zu planen und einiges in Frage zu stellen.

"Unsere Arbeit macht keinen Sinn, wenn das Wiebachtal in den Händen eines anderen Eigentümers ist, der das Gebiet nicht zu schätzen weiß", sagte die Vorsitzende Sabine Fuchs. Im Zeitraffer zeigte sie die Veränderungen des Wiebachtals in den vergangenen fünf Jahren. Von einem dichten Wald ist nicht mehr viel übrig geblieben. In einem erschreckenden Zustand befinden sich nicht nur die Wanderwege. Auch große Teile des restlichen Waldbodens sind zerstört.

"Die großen Einschläge sind frustrierend. Die extreme Durchforstung des Waldes macht unsere Arbeit wertlos. Mit professioneller Beforstung hat das nichts zu tun", sagte Sabine Fuchs. Sie hat Kontakt mit verschiedenen Behörden aufgenommen und setzt Hoffnungen in einen Besuch des Umweltministers Johannes Remmel. "Er hat uns einen Besuch zugesagt. Der Termin steht aber noch nicht fest. Die Unterstützung der Behörden ist leider enttäuschend", sagte sie. Das übergeordnete Ziel für 2016 ist für die IG Wiebachtal der Rückkauf des Naturschutzgebietes. "Dazu brauchen wir allerdings Unterstützung vom Land", sagte Sabine Fuchs.

Durch diese Umstände ist die Agenda für dieses Jahr knapp. Es gibt eine Maiwanderung als Teil der Bergischen Wanderwoche am 28. Mai, bei der Dietmar Fennel die Flora und Fauna des Wiebachtals vorstellen wird.

Mit Förster Bernhard Priggel können Interessierte am 18. Juni die Landwehrgräben zwischen Radevormwald und Hückeswagen erkunden. Und für Oktober ist eine Wanderung zu dem Thema "Versunkene Orte" im großen Wiebachtal geplant.

(wos)
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