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Radevormwald
Immer die Mitte der Zielscheibe im Blick

Radevormwald: Immer die Mitte der Zielscheibe im Blick
Volltreffer - auch der elfjährige Florian bekam am Lichtgewehr eine Einführung von Michele Fargione vom Schützenverein Radevormwald. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Der Schützenverein 1708 lud beim Ferienspaß zum Schießen mit dem Lichtgewehr ein. 13 Kinder waren begeistert dabei. Von Flora Treiber

13 Kinder stehen aufgeregt auf dem Schießstand des Radevormwalder Schützenvereins 1708 am Hölterhof und lauschen der Begrüßung des Vorsitzenden Jürgen Fenske. Gemeinsam mit Schießmeister Michele Fargione macht er die Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren mit den Gewehren, der Anlage und den Sicherheitsvorschriften vertraut.

Zu der Ferienspaßaktion "Volltreffer" sind nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen, wie Amanda, gekommen. Sie war schon beim Ostereierschießen dabei und lauscht der theoretischen Einführung aufmerksam. Die Zehnjährige gehört in die Gruppe, die am Lichtgewehr Zielen und Abschießen übt, denn das Luftgewehr dürfen Kinder erst ab ihrem zwölften Lebensjahr in der Hand halten.

"Das Lichtgewehr funktioniert mit Infrarot. Hier sind die Sicherheitsvorschriften locker. Trotzdem müssen die Kinder Abstand halten und dürfen nicht leichtfertig mit dem Gewehr umgehen", sagt Fargione. Die Aufregung im Schießstand steigt, als der erste Teilnehmer an das Gewehr treten darf und sich mit Hilfe des Schießmeisters für seine ersten fünf Probeschüsse aufstellt. "Beine fest anspannen, locker in der Schulter bleiben und ruhig atmen", rät Michele Fargione dem aufgeregten Luis. Der erste Schuss geht zielsicher auf die Scheibe und hinterlässt in einem der inneren Ringe eine Markierung. Jetzt packt ihn der Ehrgeiz - und mit 69 Punkten in seiner ersten Runde legt er gut vor. In jeder offiziellen Runde haben die kleinen Schützen zehn Schuss frei.

Can und Nick wollen das Ergebnis von Luis übertreffen, das haben sie sich fest vorgenommen. "Ich schieße heute das erste Mal und bin gespannt, ob es klappt", sagt Can. Als er an das Lichtgewehr herantritt und die Zielscheibe ins Visier nimmt, spürt man seine Nervosität. Die fünf Probeschüsse nutzt er, um sich an die Waffe zu gewöhnen und ein Gefühl für das Zielen zu entwickeln. In seiner ersten Runde verbucht er 55 Punkte. Luis hat er damit zwar nicht übertroffen, sein Lachen lässt aber keinen Platz für die Niederlage. "Vielleicht klappt es in der zweiten Runde besser. Aber guckt mal, ich habe die Scheibe immer getroffen", sagt er und hält seinen Freunden den Ausdruck seiner Zielscheibe unter die Nase. Die Kinder vergleichen ihre Schüsse stolz und halten ihre Zielscheibe wie eine Trophäe in der Hand.

Amanda hat bereits beim Ostereierschießen geübt und ließ die Jungen mit offenen Mündern und großen Augen hinter sich. Ruhig und konzentriert verbrauchte sie einen ihrer Schüsse nach dem anderen und erzielte in der ersten Runde satte 67 Punkte. Weit mehr, als die meisten Schützen. "Ein sehr gutes Ergebnis. Frauen können eben auch schießen", sagt Jürgen Fenske und klopft Amanda auf die Schulter. "Ich will unbedingt nochmal schießen und dann noch mehr Punkte machen", sagt die Zehnjährige ehrgeizig. Sie genießt die Sommerferien in vollen Zügen und freut sich, nach den Sommerferien auf die weiterführende Schule zu wechseln.

Henrik ist ein Jahr älter und hält seine Zielscheibe stolz in die Luft. "85 Punkte!", triumphiert er und übertrifft damit alle anderen Kinder. Damit er sich nicht zu lange auf seinem guten Ergebnis ausruhen kann, läutet Michele Fargione die zweite Runde ein. Vor dem Schießstand bildet sich eine lange Schlange, die Mädchen und Jungen warten ungeduldig auf ihre nächste Möglichkeit, in die Mitte der Zielscheibe zu treffen. "Schießen macht einfach Spaß. Es ist anstrengend, und man muss viel üben, aber mir gefällt dieser Sport", sagt Can, während er darauf wartet, endlich wieder an der Reihe zu sein.

Quelle: RP
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