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Radevormwald
Ines Hock zeigt "tanzende Blüten" im Parc de Châteaubriant

Radevormwald: Ines Hock zeigt "tanzende Blüten" im Parc de Châteaubriant
Ines Hock erinnert mit dieser besonderen Ausstellung an Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen und die man kaum noch in der Natur findet. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Die Künstlerin Ines Hock macht selten thematische Arbeiten und hält sich eigentlich nur in ihrem Atelier, losgelöst von Vorgaben und Themen, auf. Für die Bodenzeichnung "Be(e) here" machte die Malerin eine Ausnahme und entwickelte eine Ausstellung, die am Samstag im Parc de Châteaubriant gezeigt wurde.

Auf zierlichen Drähten, die in der Wiese steckten, "tanzten" bunte Schilder mit lateinischen Namen. Sie verkörpern mehr als 200 Pflanzen, die man kaum noch in der Natur findet. "Ich erinnere mit der Ausstellung an Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen. Pflanzenvielfalt ist wichtig und bereichert unser Leben. Mit der Bodenzeichnung erinnere ich genau daran." Kunst und Natur befruchten sich nicht nur gegenseitig, sondern können auch voneinander lernen. Ines Hock, die selber Biologie studiert hat, will ohne den erhobenen Zeigefinger auf die oft erschreckende Entwicklung unserer Natur aufmerksam machen, sondern geht einen anderen Weg. "Durch Inspiration und Sinnlichkeit rüttelt diese Ausstellung auf."

Bernd Freudenberg hat sich im Namen der Kunst-Initiative für dieses Projekt eingesetzt und auch die örtlichen Naturschützer integriert. Mit dem Bergischen Naturschutzverein und den Grünen präsentierte er am Wochenende die Ausstellung, klärte Besucher auf und verteilte Informationen über bedrohte Pflanzenarten. "Die Thematik passt gut nach Radevormwald. Der Parc de Châteaubriant ist der richtige Ort für diese Ausstellung", meinte Freudenberg.

Ines Hock ist es wichtig, dass ihre Bodenzeichnung immer wieder an neuen Orten gezeigt und stets in offenen Räumen präsentiert wird. "Diese Zeichnung funktioniert nur in der Natur. Das Schöne daran ist, dass ich selbst viel dabei gelernt habe. Ich habe mich noch nie so intensiv mit Pflanzen beschäftigt."

Die Farben der Blütenköpfe hat sie lange recherchiert, sie investierte viel Zeit, bis die Farbgebungen den realen Pflanzen gerecht wurden. In Radevormwald blieben am Samstag viele Spaziergänger stehen, um die "tanzenden Blüten", zwischen Gartenhäuschen und Hohenfuhrstraße zu betrachten. Der Ortsverein des Bergischen Naturschutzvereins sorgt in Rade durch die Pflanzentauschbörse regelmäßig für Artenvielfalt in den Rader Gärten. Eine tolle Veranstaltung, findet Ines Hock. "Davon brauchen wir noch viel, viel mehr."

(trei)
 
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