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Radevormwald
Innenminister bei Bürgerinitiative gegen Kradlärm

Radevormwald. Die "Bürgerinitiative gegen den Motorradlärm" bekommt Besuch aus Düsseldorf: Am 20. April wird NRW-Innenminister Ralf Jäger bei führenden Vertretern der Initiative in Hückeswagen-Reinsbach zu Gast sein. Er will sich über das Anliegen der Anwohner informieren, die rings um die Bever-Talsperre unter der Vielzahl von Motorradfahrern und dem davon ausgehenden Verkehrslärm leiden. Dazu gehören auch die Bundesstraße 483 von Rädereichen nach Hückeswagen und die Kreisstraße 9, die über Erlenbach zur Bever führt. Den Gesprächstermin hat SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Oberberg-Nord, Regina Billstein, vermittelt. Von Brigitte Neuschäfer

Für die Bürgerinitiative ist er von Bedeutung, weil Jäger als Innenminister oberster Dienstherr der Polizei ist. Von der Polizei im Oberbergischen erwartet die Initiative viel bei der Lösung der Lärmprobleme an den Zufahrtsstraßen zum nach wie vor stark besuchten Biker-Treff am Bever-Staudamm. Sie fordert unter anderem mehr Polizei-Präsenz. Es geht den Bürgern darum, dass die Beamten auch Lärmmessungen und mit Experten technische Überprüfungen der Maschinen vornehmen. Motorräder, die durch illegale Manipulationen lauter sind, als sie es sein dürften, sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Dazu müssten deutlich mehr Polizeistreifen an der Bever im Einsatz sein. Ob die Kreispolizeibehörde das leisten kann, bleibt abzuwarten.

Die Forderungen der Bürgerinitiative sind auch Thema im Polizeibeirat, wie der Ortsvorsitzende Horst Fink am Donnerstagabend bei der SPD-Hauptversammlung bestätigte. Er ist Mitglied in diesem Gremium. Eine erste für die Bürgerinitiative wichtige Forderung ist erfüllt: Die Verkaufswagen stehen nicht mehr am Biker-Treff, denn die früher bestehende Sondergenehmigung für den Verkauf von Speisen und Getränken dort ist auch mit Blick auf den geplanten Umbau der Kreisstraße 5 aufgehoben worden.

Seitdem steht Renzo Valenti mit seinem Imbisswagen in Rädereichen. Tatsächlich legen viele Motorradfahrer inzwischen dort eine Rast ein - bevor sie Richtung Staudamm fahren. Mit dem Verschwinden der Verkaufswagen dort wurde bislang das Lärmproblem der Bever-Anwohner wesentlich entschärft. Darüber wollen die Bürger nun mit dem NRW-Innenminister sprechen, um ihre Sicht der Dinge. Sie erwarten politische Lösungen des Lärmproblems.

Bereits seit längerem ist die Bürgerinitiative deshalb auch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach aus Hückeswagen im Gespräch. Er hat zugesagt, sich in seiner Funktion als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag auch auf Kreisebene für das Anliegen der Bürger einzusetzen und sie in der Forderung nach Geschwindigkeits-Begrenzungen und deren Kontrolle zu unterstützen.

Quelle: RP
 
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