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Radevormwald
Jahresversammlung der RKG hinterlässt zahlreiche offene Fragen

Radevormwald. Martina Bisterfeld und Patricia Ebbinghaus sind in den Vorstand der Karnevalisten gewählt. Das nächste Treffen dreht sich aber wieder ums Geld. Von Flora Treiber

Die Jahresversammlung der 1. Großen Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß (RKG) verlief am Samstag alles andere als reibungslos. Obwohl die Kasse für 2014 und 2015 noch nicht geprüft worden ist, hatte der Vorstand die Mitglieder in den Mehrzweckraum am Schlossmacherplatz eingeladen. Für viel mehr Aufregung sorgte allerdings der Kassenbericht von Geschäftsführerin und Kassiererin Mareike Betz-Dmuß über die diesjährige Gala-Sitzung. Nach ihrem Bericht, die RKG sei mit einem Minus von einem bis zu mittleren vierstelligen Betrag aus der Veranstaltung gegangen, brach Unverständnis und Kopfschütteln unter den Mitgliedern der RKG aus.

Woher dieses große Minus kommt, kann sich Betz-Dmuß auch nicht erklären. "Ich werde meine Rechnungen noch einmal prüfen", versprach sie. Nach einstündiger Diskussion unterbrach der Vorsitzende Dominik Betz die Jahresversammlung für zehn Minuten. Ergebnis: In einer zusätzlichen Mitgliederversammlung sollen die Einnahmen und Ausgaben der Gala-Sitzung und die Kassenprüfung für 2014/2015 nachgeholt und aufgearbeitet werden. Dann wird auch das Protokoll der letzten Jahresversammlung nachgereicht, das am Samstag ebenfalls nicht vorlag.

Da der dreiköpfige Vorstand aus Mareike Betz-Dmuß, Dominik Betz und Präsidentin Heidi Scherer mit den vielen Aufgaben und Verpflichtungen überfordert ist, beschloss die Versammlung, nachdem die Stimmung sich wieder beruhigt und der Umgangston freundlicher geworden war, den Vorstand zu erweitern. Spontan erklärte sich Martina Bisterfeld dazu bereit, den stellvertretenden Vorsitz zu übernehmen. Patricia Ebbinghaus ist die neue Geschäftsführerin und nimmt Mareike Betz-Dmuß damit einen arbeitsintensiven Posten ab. Sie bleibt Kassiererin der RKG.

Die Zeit bis zur nächsten Versammlung will der Vorstand nutzen, um sich neu aufzustellen und entstandene Probleme zu lösen. Diskussionsbedarf stellten auch die Spenden und Mitgliedsbeiträge dar. Auf viele Spenden musste die RKG in der vergangenen Session verzichten, weil sich keiner dazu bereiterklärte, Spenden von den Geschäften, Gastronomen und all denjenigen zu sammeln, die von dem Zug und anderen Veranstaltungen der RKG profitieren. "Der Vorstand kann nicht alles übernehmen. Wir brauchen Unterstützung und aktive Mitglieder", sagte Dominik Betz.

Auch das Nachverfolgen von nicht bezahlten Mitgliedsbeiträgen bereitet der Karnevalsgesellschaft Kopfschmerzen und soll aufgearbeitet werden. Außerdem wird nach einer einheitlichen Lösung für den Umgang mit Mitgliedern gesucht, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Die RKG-Karnevalisten trennten sich mit großem Klärungsbedarf, aber mit einem größeren Vorstand.

Quelle: RP
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