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Radevormwald
Jazz-Matinee in trockenen Räumen

Radevormwald: Jazz-Matinee in trockenen Räumen
Die Band "Echoes of Nawlins" spielte gestern Morgen im Dorfgemeinschaftshaus zur Jazz-Matinee auf. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Dauerregen hinterlässt Spuren - doch der guten Stimmung schadet das nicht. Von Cristina Segovia-Buendía

Beste Stimmung, trotz nass-trübem Wetter, herrschte gestern in Honsberg: Die Dorfgemeinschaft hatte erneut zur traditionell und beliebten Jazz-Matinee geladen, wo diesmal die Band "Echoes of Nawlins" mit ihrer rhythmusreichen Musik einen Hauch New Orleans in das Dorf zauberte. Den Besuchern gefiel es, der Band auch.

"Schöner und wärmer", so hatte sich Nicole Konrad, Vorstandsmitglied der Dorfgemeinschaft, noch vor zwei Monaten die Jazz-Matinee im August gewünscht. So ganz ging ihr Wunsch allerdings gestern dann nicht in Erfüllung. Statt heißen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein tröpfelte es in einer trüb-grauen Kulisse fortlaufend vom Himmel herunter. Daher wurde die Jazz-Matinee statt draußen, unter freiem Himmel im Grünen, nach drinnen in der kuschelig warme Stube versetzt. Den Besuchern schien es egal zu sein, denn sie kamen trotzdem und zwar zahlreich, was auch Konrad freute: "Unser Haus hat sich schon gut gefüllt, auch trotz Regen."

Mit gut 30 Helfern hatte das Team um Konrad bei der Bewirtung und Verköstigung viel von nah und fern angereist waren, ließen sich das Honsberger Jazz-Highlight um keinen Preis entgehen. "Wir kommen seit Anfang an her", sagte Besucher Kirit Dalal. Er und seine Frau Traude sind nicht nur langjährige, sondern auch regelmäßige Besucher der Honsberger Jazz-Matinee, die es bereits seit 33 Jahren gibt. "Das ist unsere Musik, aus dem Jazzkeller der 70er Jahre", freute er sich. Auch seine Frau kommt immer wieder gerne nach Honsberg: "Man trifft hier immer nette Leute, die Musik ist wunderbar, aber wir kommen auch gerne, weil die Currywurst hier so gut ist, nicht wahr?", sagte Traude Dalal und lächelte dabei ihren Mann an. Auch wenn sie bedauerten, dass die Matinee diesmal, aufgrund des schlechten Wetters, nicht draußen stattfinden konnte, "gekommen sind wir ja trotzdem".

Auch Besucher Klaus Lippelt aus Hahnenberg genießt immer wieder die Jazzkonzerte, die lediglich zweimal im Jahr stattfinden, eins zu Beginn der Sommerferien und eins am Ende. Er konnte beiden Varianten, sowohl als Innen- wie auch als Außenveranstaltung, etwas abgewinnen: "Drinnen hört man mehr und besser die Musik, aber draußen ist immer viel mehr Stimmung."

Pianist und Sänger Hans-Peter Schüller, der auch schon mal vor 20 Jahren mit der Band "Heartbreakers" in Honsberg aufgetreten war, fühlte sich nun auch mit "Echoes of Nawlins" sehr wohl in der gemütlichen Atmosphäre des Vereinsheims: "Wir haben Spaß, und es ist wunderbar, die Reaktionen des Publikums so intensiv wie hier mitzuerleben."

Quelle: RP
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