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Radevormwald
Jugendliche erlernen den Umgang mit neuesten Erste-Hilfe-Richtlinien

Radevormwald: Jugendliche erlernen den Umgang mit neuesten Erste-Hilfe-Richtlinien
Frank Merx von der DLRG bringt Christian Wellershaus in die stabile Seitenlage - (hinten v.l.): Johanna Splitgerber, Ben Buscher, Linwey Mo, Kieran Vennel, Lea Birkner und Julia Wittgans schauen interessiert zu. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. In einer Notsituation einen ruhigen Kopf bewahren, das gelingt nur wenigen Menschen. Neue oder seltene Situationen, wie Unfälle, überfordern nicht nur junge Menschen, sondern lösen bei den meisten Panik oder ein Ohnmachtsgefühl aus. Für Peter Merx, Ausbildungsleiter bei der DLRG, ist der größte Fehler, den man in einer Notsituation machen kann, nichts zu tun. "Jeder von uns kann zumindest einen Notruf absetzen. Dazu sind wir verpflichtet. Außerdem sollte man am Einsatzort warten, bis Hilfe angekommen ist."

Er traf sich am Samstag mit sechs Teilnehmern zu einem Erste-Hilfe-Kursus im Freizeit-Center "life-ness", der ursprünglich für Jedermann angeboten wurde. Am Wochenende wurde das Angebot allerdings nur von Jugendlichen für den Führerschein, als Übungsleiterqualifikation und die Sanitätsausbildung genutzt. Das Wissen, das die Teilnehmer in einem solchen Kursus vermittelt bekommen, sollte jeder regelmäßig auffrischen - auch als Erwachsener. "Leider wird dieser Tipp von den wenigsten beherzigt", sagte Merx. Positiv bewertet er die Entwicklung der vergangenen Jahre, denn immer mehr Unternehmen bieten interne Erste-Hilfe-Kurse an.

Merx startete seinen Kursus mit dem Ablauf eines typischen Notrufs. Welche Fragen man am Telefon zu einer Situation beantworten sollte, war den Jugendlichen nicht bewusst. "Ich finde es gut, dass wir auf diesen Ablauf vorbereitet werden. Das hilft, auch in einer Notsituation ruhig zu bleiben und sich an einer Struktur entlang zu hangeln", sagte Christian Wellershaus.

Der 15-Jährige besuchte den Kursus, um eine Anforderung für seinen Autoführerschein zu erfüllen, den er mit 16 Jahren machen möchte. Für ihn ist das nicht zu früh, sondern genau die richtige Zeit, um Verantwortung für seine Mitmenschen zu übernehmen. "Ich fühle mich gut vorbereitet und habe viel gelernt", sagte der Schüler. Nach dem theoretischen Teil übte Merx praktische Hilfeleistungen mit den Mädchen und Jungen: stabile Seitenlage, Wiederbelebung, Umgang mit einem Defibrillator. "Berührungsängste sind am Anfang ganz normal, aber man muss lernen, diese Ängste abzulegen und schnell zu handeln. Das versuchen wir heute zu üben", sagte Merx.

Sich in eine Notsituation hineinzuversetzen, fiel den Teilnehmern nicht leicht, aber sie versuchten, sich die Not des Verletzten vorzustellen. Von morgens bis nachmittags setzten sich die Jugendlichen mit den Erste-Hilfe-Richtlinien auseinander und fühlen sich jetzt sicher und sorgfältig ausgebildet.

(trei)
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