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Radevormwald
Junge Leute gestalten die BMX-Strecke

Radevormwald: Junge Leute gestalten die BMX-Strecke
Zahlreiche Jugendliche trafen sich am Donnerstagabend mit Vertretern der Stadtverwaltung auf der zukünftigen BMX-Fläche, um über die geplante Modellierung der Strecke und deren Umsetzung zu sprechen. FOTO: wos
Radevormwald. Bei einem Ortstermin zwischen Jung-Stilling-Weg und Wasserturmstraße neben der B 229 sind erste Absprachen getroffen worden. Die 4500 Quadratmeter große Fläche soll bis zum Sommer modelliert werden und befahrbar sein. Von Wolfgang Scholl

Noch im Sommer sollen die ersten Runden auf der neuen BMX-Strecke neben der B 229 gedreht werden können. Das ist das Ziel der Stadt und der Jugendlichen, die die Rampen mit ihren Spezialrädern befahren wollen. Seit mehreren Jahren haben Politik und Verwaltung diese Aufgabe auf ihrem Plan, nach der Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen dauerte es aber zwei Jahre, bevor die Planierraupe in den kommenden Wochen tätig werden kann.

Zum Ortstermin trafen sich am Donnerstagabend Vertreter der Verwaltung um Jugendamtsleiter Volker Grossmann, Jugendliche und Dirk Breuer von Kuhn Edelstahl. Auszubildende des Unternehmens hatten als soziales Teambuilding-Projekt im August 2014 auf der etwa 4500 Quadratmeter großen Freifläche bereits einen Unterstand für die BMXer gebaut. Im Haushalt der Stadt sind für die Modellierung der Strecke und die Bepflanzung 20.000 Euro vorgesehen.

Manuel Michaelis (19) war mit Levi Leis (13), Finn Lang (16) und Gina Richert (21) als Vertreter der BMX-Generation zu dem neuen Jugendplatz gekommen, um sich einzubringen. "Doubles", kleinere und größere Hügel auch zum Üben und eine Steilkurve wünschen sich die Jugendlichen, die glauben, dass auch Wermelskirchener und Wuppertaler Jugendliche die Rader Strecke nutzen werden. "Es gibt einen regen Austausch in der Szene", sagt Manuel Michaelis. In Rade gibt es meistens an den Freitagen Treffen der BMX-Fahrer.

Andy Zwillus (27) kam mit weiteren Vertretern der älteren Generation auf das Feld, auf dem seit einiger Zeit bereits mehrere Kubikmeter Erdaushub und Mutterboden "geparkt" und verschoben sind. Zwillus war vor etwa zehn Jahren schon in Oberm Kümpel auf der ersten und später abgebauten Strecke aktiv. Die zweite, provisorische Strecke unterhalb der Sporthallen (heute neuer Sportplatz) sei ungeeignet gewesen, weil dort zu viele Steine in dem Untergrund vermischt und auch die Sprunghügel nicht ideal für alle angeordnet waren. Jugendliche hatten sich auch an der Hermannstraße an der Vorbereitung der BMX-Strecke beteiligt.

"Ideal zum Fahren ist Lehm als Untergrund, als Auflage und Deckfläche", sagt Zwillus. In ein oder zwei Regentonnen soll zudem Wasser gesammelt werden, damit im Sommer eine große Staubaufwirbelung verringert werden kann. Über Yannick Pauly vom Jugendamt sind die Jugendlichen jetzt gefordert, bis zum Sonntag ihre Wünsche aufzuzeichnen. Ulrich Dippel von der Abteilung Tiefbau wird versuchen, zeitnah Material für den Untergrund zu besorgen. Er gibt die Wünsche an den Planierraupenfahrer weiter. Die Umweltbeauftragte Sylvia Schwanke erklärte, dass sie die Zwischenräume mit Bäumen (später Schattenspender) und Sträuchern bepflanzen wird. "Die Sträucher an den Rändern dürfen nicht befahren werden", sagte sie und bat deshalb bei der Planung um die Berücksichtigung von Randstreifen.

Quelle: RP
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