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Radevormwald
Jutta Velte - will Schule verbessern

Radevormwald. Einen Sturz in die Wupper beschreibt die in Radevormwald geborene Jutta Velte (59) als Auslöser ihres politischen Interesses. Beim Spielen fiel sie als junges Mädchen in den Fluss, der damals von den vielen Abwässern, die ihm zugeführt wurden, nicht nur in bunten Farben leuchtete, sondern auch regelrecht stank. Am Lenneper Röntgen-Gymnasium (in Rade gab es da noch keines) mischte sie bei der Schülerzeitung mit, gehörte mit 15 zu den Mitgliedern eines Filmclubs, in dem politische Dokumentarfilme gezeigt wurden. Velte schaute in verschiedene linke Gruppen rein, bevor sie sich entschied, dass die Grünen am besten zu ihr passten.

Dann heiratete sie, wurde Mutter zweier Kinder (Tochter und Sohn) und plötzlich lagen die Themen ganz nahe an der eigenen Wirklichkeit. Sie engagierte sich für Kita-Angebote mit längeren Öffnungszeiten, stieg später in die Schulpflegschaft an der Albert-Einstein-Gesamtschule ein. Schule, das blieb ihr Thema. "Jede Schule ist so gut wie die Summe aller Beteiligten", sagt sie. "Schule besser machen" beschreibt die Autorin zweier Fachbücher ("Wohnen mit Kindern" heißt eines davon) ihr langfristiges Ziel. Auf dem zweiten Bildungsweg machte sie ihren Studienabschluss, stieg 2001 als sachkundige Bürgerin bei den Grünen ein, wurde dann Ratsmitglied. Als Landtagsabgeordnete war sie in der vergangenen Legislaturperiode neben Remscheid auch für Solingen, Wuppertal, den Oberbergischen Kreis und den Rheinisch-bergischen Kreis zuständig. Das habe sie noch einmal bestätigt in ihrer festen Überzeugung, dass der Schlüssel zum Erfolg in besserer Kooperation liegt.

(hr)
 
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