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Radevormwald
Kämmerer Frank Nipken darf die WFG erst ab 1. Oktober übernehmen

Radevormwald: Kämmerer Frank Nipken darf die WFG erst ab 1. Oktober übernehmen
Frank Nipken ist Kämmerer der Stadt Radevormwald. FOTO: hertgen (archiv)
Radevormwald. Eigentlich hatte der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) beschlossen, dass der Beigeordnete und Kämmerer Frank Nipken zum 1. September neuer Geschäftsführer der WFG und somit Nachfolger von Rainer Meskendahl werden soll. Zeitlich klappt das aber nicht. Von Joachim Rüttgen

"Die Kommunalaufsicht hat uns mitgeteilt, dass der Rat der Stadt diese Personalentscheidung genehmigen muss", sagt die Aufsichtsratsvorsitzende Ingrid Bartholomäus auf Anfrage der BM. Der Rat tagt am 29. September und wird entscheiden. Nipken würde dann zum 1. Oktober neuer WFG-Geschäftsführer.

"Über dieses Prozedere hatten wir keine Kenntnis, wir sind keine Juristen", sagt Ingrid Bartholomäus. Ansonsten habe der zeitliche Aufschub keine negativen Auswirkungen. "Wir sind uns weiter einig darin, dass die WFG in dieser Form erhalten bleiben soll und sind froh über die Bereitschaft von Frank Nipken, diese zusätzliche Belastung auf sich zu nehmen", sagte sie. In der Vergangenheit habe der Aufsichtsrat genügend Probleme gehabt, einen Nachfolger für Meskendahl zu finden. "Denn immerhin bedeutet der Posten des WFG-Geschäftsführers eine zusätzliche Belastung und ist wenig lukrativ", sagt sie. Jetzt bleibe Meskendahl vier Wochen länger im Amt, was sowohl mit ihm als auch mit Nipken besprochen sei.

Durch den Hinweis der Kommunalaufsicht bekommt Radevormwald fast zeitgleich einen neuen Bürgermeister (Wahl am Sonntag, 13. September, mögliche Stichwahl am 27. September, Einführung im Rat am Mittwoch, 21. Oktober) und einen neuen Geschäftsführer für die WFG. "Da ist viel Bewegung drin, wir haben aber auch an vielen Fronten zu kämpfen", sagt Ingrid Bartholomäus. Nachdem Nipken Mitte Juli seine Bereitschaft signalisiert hatte, den Posten zu übernehmen, hatte die Aufsichtsratsvorsitzende betont, dass es für die WFG vor allem wichtig sei, der Wirtschaft eine Lösung anbieten zu können, die Kontinuität garantiert. Nipken sei mit allen Zahlen der Stadt vertraut, habe einen kurzen Draht zu den Stellen der Verwaltung und kenne die Stadt sehr gut.

Damit ist die viel diskutierte Hauptamtlichkeit des WFG-Geschäftsführers wohl kein Thema mehr. Ingrid Bartholomäus hatte im Juli angedeutet, dass Nipken kein Übergangs-Geschäftsführer sein soll. Sie gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit kein externer Geschäftsführer eingesetzt wird. Nipken übernimmt den Posten zusätzlich zu seiner Aufgabe als Kämmerer. Deshalb besteht seine Aufgabe nur darin, zuverlässiger Ansprechpartner der Wirtschaft zu sein. Er hat aber schon angedeutet, dass ihm neben dem Kontakt zur Wirtschaft auch die Verbindung zwischen Stadtverwaltung und der in städtischer Mehrheit befindlichen WFG wichtig sei. Diese Verbindung müsse neu geregelt werden, sagt er.

Quelle: RP
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