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Radevormwald
Kandidaten stellen sich den Schülerfragen

Radevormwald: Kandidaten stellen sich den Schülerfragen
Um Bernd-Eric Hoffmann, Christian Viebach, Pfarrer Dieter Jeschke und Johannes Mans (v. li.) sammeln sich die Schülerinnen Michelle Metzger, Carina Funk, Lara Enneper und Isabel Binger (v. li.). FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Konfirmanden und Realschüler setzten sich in den vergangenen Wochen mit verschiedenen kommunalpolitischen Fragen auseinander. Pfarrer Dieter Jeschke fasste diese zusammen und präsentierte sie den Bürgermeisterkandidaten. Von Flora Treiber

Welche Fragen und Wünsche die Jugendlichen bezüglich der Kommunalpolitik in Radevormwald haben, fasste Pfarrer Dieter Jeschke am Samstag in der reformierten Kirche am Marktplatz zusammen. In den vergangenen Wochen hat er sich mich seinen Konfirmanden und Schülern der Realschule mit politischen Themen auseinandergesetzt und ihre Anliegen in 18 Punkten zusammengefasst. Die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen beantworteten die Bürgermeisterkandidaten Bernd-Eric Hoffman (UWG), Johannes Mans (unterstützt von der AL) und Christian Viebach (CDU/SPD) in einer öffentlichen Fragerunde in der Kirche.

"Die Jugendlichen haben sich leider nicht getraut, ihre Fragen selbst zu präsentieren. Darum übernehme ich diese Aufgabe und werde im Sinne der Jungen und Mädchen handeln", erklärte Jeschke, der seine Konfirmanden nicht nur an die Religion, sondern auch an die Politik heranführen möchte. Das erste Thema auf der Liste der Jugendlichen drehte sich um die Sicherheit in der Stadt. "Viele Jugendliche fühlen sich nicht sicher und fordern mehr Polizeipräsenz", sagte Jeschke. "In Radevormwald und im ganzen Oberbergischen Kreis gibt es tatsächlich zu wenig Polizei. Allerdings ist das Thema Landessache. Wir als Kommunalpolitiker können es lediglich immer wieder ansprechen und uns dafür einsetzen", sagte Hoffmann. Er will sich, genau wie die anderen Kandidaten, für mehr Polizei in Radevormwald stark machen, wird es gegen die Statistiken allerdings schwer haben. "Laut der Statistik passiert in Rade nichts. Das macht es schwierig, unser Anliegen durchzusetzen", sagte Viebach.

Die Jugendlichen beobachten in Rade außerdem eine "Cliquen-Bildung" in der Politik und wollten zu diesem Thema ein Statement von den Bürgermeisterkandidaten hören. "Was die Jugendlichen als 'Clique' bezeichnen, ist in Wahrheit eine Suche nach Mehrheit, um etwas für die Stadt zu erreichen. Wir brauchen Gemeinschaften auf Zeit, um Ziele umzusetzen. Jeder kann sich engagieren und sich einbringen. Wir freuen uns immer über neue Mitglieder", sagte Hoffmann. Viebach sieht das Problem der "Cliquen" nicht. "Jede Partei bietet Sprechstunden an, die jedoch spärlich besucht werden. In Rade kann man leicht auf alle Fraktionen zugehen."

Mans indes beleuchtete das Problem aus einem anderen Blickwinkel: "Hier gibt es eine starke Vermischung von Verwaltung und Politik, die für den Bürger nicht zu durchschauen ist. Die nötige Transparenz möchte ich wieder herstellen", sagte der Bürgermeisterkandidat der AL. Andreas Loh verfolgte die Fragerunde am Samstag interessiert. "Wir haben die Fragen gemeinsam entwickelt. Jetzt ist es spannend, die Antworten zu hören", sagte der 13 jährige Konfirmand.

Quelle: RP
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