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Serie Ehrenamt
Keine Blutspende ohne Elfi Helmich

Radevormwald. Der Ortsverband des DRK kann auf Elfi Helmich zählen. Sie organisiert die Blutspende und hilft im Handarbeitskreis. Von Flora Treiber

radevormwald Radevormwald gehört im Oberbergischen Kreis zu den Städten, in denen eine große Zahl an Blutspender regelmäßig zu den Terminen kommt. Nicht nur, um Gutes zu tun, sondern auch, um das Team des Deutschen Roten Kreuz (DRK) wiederzusehen, das gute Essen und die familiäre Atmosphäre zu genießen. Elfi Helmich hat zusammen mit ihren Helfern hart für diesen Ruf und den großen Stamm an Blutspendern gearbeitet.

Denn nur dank der lückenlosen Organisation und der guten Bewirtung der Blutspender wird so viel Blut gespendet. Elfi Helmich ist immer noch, nach 20 Jahren im DRK, mit Herzblut dabei und nimmt jeden Blutspendetermin ernst. "Ich finde das einfach wichtig, und deswegen investiere ich so viel Zeit", sagt die 64-Jährige. Mit immer neuen Ideen versucht sie, auch Erstspender zu mobilisieren. Anreize, wie kleine Prämien und Verlosungen, sollen den Blutspende-Nachwuchs in Rade retten.

Ihr Umfeld nimmt dieses Engagement meistens positiv auf, obwohl es auch Skeptiker oder Unverständnis gibt. "Es gibt schon Menschen, die nicht verstehen können, dass ich so viel Zeit aufwende, ohne dafür bezahlt zu werden, aber für mich gehört es einfach dazu. Meine Familie und mein Mann unterstützen mich in dem, was ich tue. Ohne würde es nicht gehen."

Mit dieser Selbstverständlichkeit hat Elfi Helmich auch den zweiten Vorsitz des Ortsvereins in Rade angenommen, um den Vorsitzenden Manfred Kaiser zu unterstützen. Obwohl die Blutspende ihre Hauptaufgabe ist und besonders die Dokumentation viele Arbeitsstunden kostet, unterstützt Elfi Helmich das DRK auch bei anderen Aufgaben. Ihre soziale Ader, die sie als Krankenpflegerin zu ihrem Beruf gemacht hat, hört nicht bei der Blutspende auf. Der Handarbeitskreis des DRK, der dringend Nachwuchs sucht, stellt über das gesamte Jahr Handarbeiten, zum Beispiel Schürzen oder Socken her, um sie auf dem Adventsmarkt des DRK zu verkaufen. Der Erlös fließt in die Jugendarbeit des DRK oder wird für einen anderen guten Zweck gespendet. Marlis Ronsdorf war selber lange Zeit zweite Vorsitzende des Ortsvereins, hat Blutspendetermine organisiert und den Handarbeitskreis gegründet. Aus gesundheitlichen Gründen hat sie ihr ehrenamtliches Engagement zurückgefahren, aber sie ist dankbar für die Arbeit ihrer Nachfolgerin. "Elfi hält das aufrecht, was ich aufgebaut habe, nur so funktioniert das DRK. Wir müssen Bestehendes an junge Ehrenamtler weitergeben und dürfen deshalb nicht aufhören, Nachwuchs für unsere Arbeit zu begeistern", sagt Ronsdorf. Die Jugend des DRK übernimmt regelmäßig Rettungsdienste und Wachdienste und lebt die Werte, die auf der Agenda des DRK ganz oben stehen: Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Verantwortungsbewusstsein.

Elfi Helmich wird sich so lange als Ehrenamtlerin einsetzen, bis sie es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann. Besonders jetzt, nach ihrer Berufszeit, möchte sie sich Zeit für das Wohl der Stadt nehmen und Gutes für die Bewohner tun. Dankbarkeit ist ihre Bezahlung. "Man kriegt sehr viel zurück. Jeden Tag erreichen mich positive Rückmeldungen. Das ist Motivation genug", sagt Helmich.

Quelle: RP
 
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