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Radevormwald
Keine Feuertreppe fürs Bürgerhaus

Radevormwald: Keine Feuertreppe fürs Bürgerhaus
Für eine Feuerschutztreppe außen am Bürgerhaus wie hier in Düsseldorf-Kaiserswerth hat die Stadt im Haushalt 2017 keine Mittel. FOTO: Holtschmidt (Archiv)
Radevormwald. Im Haushalt sind trotz der Brandschutzmaßnahmen keine Mittel vorgesehen. Von Wolfgang Scholl

Vor einiger Zeit hat der Technische Überwachungs-Verein (TÜV) der Stadt bei einer Brandschutzprüfung eine "Gelbe Karte" gezeigt und eine "Rote Karte" angekündigt. Der Brandschutz im Bürgerhaus genügt demnach nicht mehr den Anforderungen der Technik. Die Stadt hat inzwischen einen Gutachter gefunden, der beauftragt werden soll, die genauen Kosten für die Planung und die Veränderungen im Bürgerhaus zu ermitteln. In der letzten Ratssitzung hatte Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes erklärt, dass die Stadt dringend tätig werden müsse, weil der TÜV das Bürgerhaus ansonsten sperren würde.

Thomas Lorenz von der Zwei-Mann-Fraktion Rua kündigte an, dieses Thema in die Haushaltsplanberatungen mit einzubeziehen. Er fordert auch, das Bürgerhaus "nicht vorsorglich zu schließen", ohne Kenntnis, ob wirklich gebaut wird. Sein Vorschlag ist eine Verschiebung der Arbeiten auf 2018. Dem widersprach Ulrich Dippel wegen der vorgenannten Auflagen. Bürgermeister Johannes Mans erklärte, dass das beauftragte Unternehmen klären soll, ob der hohe Aufwand für eine solche Treppe gerechtfertigt ist. Der Aufwand müsse mit dem Ertrag einer höheren Besucherzahl im Einklang stehen.

Lorenz hatte zuletzt bei der Verwaltung angefragt, ob es nicht möglich ist, für das Bürgerhaus wieder mit einer Brandschutztreppe zu planen. Die Auskunft des Kämmerers und Beigeordneten Frank Nipken lautete, dass dafür keine Mittel im jetzt eingebrachten Haushalt eingestellt sind. Insgesamt sollen die Brandschutzarbeiten für das Bürgerhaus im kommenden Jahr etwa 460.000 Euro betragen.

Das Thema Brandschutztreppe war bereits in den Jahren 201/2011 ein Thema, als im Bürgerhaus mit Bundesmitteln eine energetische Verbesserung anstand. Veranstalter von Kulturevents wie Michael Teckentrup (Kulturkreis), Michael Scholz (Sparkasse) und Sven Schreiber ("hammerevents") hatten bemängelt, dass die "475" die magische Zahl für das Bürgerhaus sei. Das ist die Zahl der Besucher, die Einlass finden - ohne Stühle. Diese geringe Zahl führe dazu, dass hochkarätige Künstler nicht mehr verpflichtet werden könnten.

Errechnet worden war, dass bis zu 200 Besucher mehr möglich seien, wenn eine weitere 1,20 Meter breite Türe mit Außentreppe zum Innenhof des Bürgerhauses installiert würde. "Wir haben errechnet, dass ein solcher zusätzlicher Notausgang als vierter Rettungsweg mit Außentreppe etwa 80 000 Euro kosten würde", hatte damals der städtische Architekt Michael Faubel errechnet. Eine Verknüpfung mit der energetischen Sanierung der Fenster und Innentüren damals hätte gegen die Förderrichtlinien verstoßen. Heute wird von Kosten in einer Höhe von 100.000 Euro ausgegangen.

Quelle: RP
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