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Radevormwald
Keine toten Maränen mehr in der Bever-Talsperre

Radevormwald. Im Laufe der vergangenen Woche waren etwa 250 Kleine Maränen wegen der für den September ungewöhnlich lang andauernden hohen Temperaturen in der Bever-Talsperre verendet. Gestern nun die positive Nachricht: Mit dem Wetterumschwung und den kühleren Temperaturen hat sich die Situation wie prognostiziert entspannt, teilte die stellvertretende Pressesprecherin Ilona Weyer mit. Von Joachim Rüttgen

Tatsächlich seien seit Freitag keine weiteren Maränen gesichtet worden. Dies hätten intensive Kontrollfahrten des Talsperrenbetriebs ergeben. "Angler und Besucher bestätigen diese positive Beobachtung", berichtet Weyer. Die Fischart der Kleinen Maräne kommt in der Talsperre häufig vor, der Fischbestand ist nicht gefährdet.

Die Wasseruntersuchungen, die der Wupperverband umgehend angeordnet hatte, ergaben keinen Hinweis auf eine Verschmutzung der Talsperre oder eine Beeinträchtigung der Wasserqualität. Kleine Maränen leben in der Tiefe der Talsperre. Ursache für das Sterben war die anhaltende warme Wetterlage. "Das Tiefenwasser der Talsperre wies am Ende des Sommers nur geringe Sauerstoffkonzentrationen auf und drängte die Fische daher in die oberflächennahen Wasserschichten. Das Oberflächenwasser war allerdings für die an kalte, tiefe Seen angepasste Fischart zu warm. Daher verendeten einige Kleine Maränen aufgrund von physiologischem Stress", erläutert Ilona Weyer.

Das Phänomen betreffe ausschließlich die Fischart der Kleinen Maräne. An anderen Talsperren hatte der Wupperverband keine toten Fische gesichtet.

Quelle: RP
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