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Radevormwald
"Kermes" stärkt die Kommunikation zwischen den Kulturen

Radevormwald. Die Aula der Grundschule Stadt verwandelte sich am Wochenende wieder in einen kulinarischen und vor allem multikulturellen Basar.

Das Sommerfest des Rader Bildungs- und Kulturvereins trumpfte am Samstag und gestern mit zahlreichen Kuchen, herzhaften Teilchen, Fladenbroten, Gewürzen und einem Dönerstand auf, um die verschiedenen Kulturen, die in Radevormwald beheimatet sind, zusammenzuführen. "Das ist unser Weg, Kontakt zu knüpfen, unsere Arbeit vorzustellen und die Kommunikation zwischen den Kulturen zu stärken", sagte Ali Ülker. Das ehemalige Vorstandsmitglied arbeitet aktiv in dem Bildungs- und Kulturverein mit und will die Integration nach vorne bringen. "Wir wollen Vorurteile abbauen", betonte er.

Die "Kermes" wird seit 2008 zweimal im Jahr veranstaltet und hat sich mittlerweile in Radevormwald herumgesprochen. "Es kommen längst nicht mehr nur türkische Familien. Über die wachsende Internationalität sind wir froh", versicherte Ülker. Die Gäste nahmen mit ihren Speisen, die von den Frauen und Männern des Vereins zubereitet worden waren, an den Tischen in der Mitte der Aula Platz und kamen miteinander ins Gespräch. "Genau so haben wir uns das gedacht", sagte Ülker zufrieden. Er suchte an beiden Tagen immer wieder Kontakt zu den Gästen, um ihnen Fragen zu beantworten oder sie nach neuen Ideen oder ihren Wünschen zu fragen.

Momentan betreut der Bildungs- und Kulturverein an den Wochenenden rund 30 Mädchen und Jungen und hilft an den Stellen, wo Probleme bestehen. Das können schulische Schwierigkeiten oder familiäre Probleme sein. Ülker: "Wir mischen uns natürlich nicht ein, sondern helfen und unterstützen dann, wenn darum gebeten wird." Das Betreuungsangebot des Vereins soll in Zukunft auf drei- bis viermal in der Woche, zusätzlich zum Wochenende, ausgebaut werden. "Diese Idee ist in der intensiven Planung und wird von Fachkräften betreut und entwickelt", sagte Ülker. An den Nachmittagen werden die Jugendlichen bei ihren Hausaufgaben unterstützt. Gesucht werden Deutsch- und Mathelehrer, um Defizite außerhalb der Schule aufzuarbeiten.

Die Einnahmen der "Kermes" fließen alle in die Umsetzung der Nachmittagsbetreuung und damit in den Nachwuchs des Rader Bildungs- und Kulturvereins. Obwohl der Verein in Rade immer bekannter wird, vermisst Ali Ülker Unterstützung durch die Stadtverwaltung und die kommunale Politik. "Wir zeigen immer wieder Interesse und Engagement, aber leider kommt nicht viel zurück", kritisierte er.

Die "Kermes" wird ein zweites Mal im Herbst stattfinden, wo der Bildungs- und Kulturverein über die Fortschritte und Entwicklung der Nachmittagsbetreuung berichtet "Das Interesse ist groß, und wir wollen unser Angebot so schnell wie möglich erweitern", sagte Ülker.

(trei)
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