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Radevormwald
Kinderhaus "Pusteblume" wird 20

Radevormwald: Kinderhaus "Pusteblume" wird 20
Während Katrin Pfeiffer (r.) dem Kinderhaus "Pusteblume" als Gründungsmitglied und spätere Leiterin seit 20 Jahren angehört, ist Heidrun Ober seit 20 Jahren die Köchin für Kinder und Erzieher. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Im November 1995 gründeten Eltern das Kinderhaus "Pusteblume", im Sommer konnten sie ihren Plan für eine neue Kindertagesstätte realisieren. Seit dieser Zeit dabei ist Katrin Pfeiffer, zuerst in der Vorstandsarbeit, sei 2001 als Leiterin. Von Wolfgang Scholl

Aus einer Idee von Eltern im Herbst 1995 entstand in wenigen Monaten ein vierzügiger Kindergarten. Der hat in diesem Jahr bereits eine 20-jährige Geschichte. Die Erzieherin Katrin Pfeiffer gehörte zu den Elternteilen, die damals in Rade eine "passende Einrichtung" für ihre Kinder suchten: "Da zu dieser Zeit Kindergartenplätze in der Stadt gesucht waren, entstand die Idee, ein neues Haus zu gründen. Die Eltern stellten die Idee der Stadt vor." Weil es eine zweite Bewerbung gab, organisierte die Stadt sogar eine Abstimmung bei den Eltern, die die "Pusteblume" für sich entschied.

"Und heute melden einige unserer ersten Kinder bereits ihre Kinder wieder bei uns an", sagt Katrin Pfeiffer, die im Vorstand mitgearbeitet hat, als Erzieherin und Gruppenleiterin tätig war und 2001 die Leitung von Bianca Wagner übernommen hat. Der Elterninitiativkindergarten ist 1996 in eine Marktlücke gestoßen, da damals schon Kinder im Alter unter drei Jahren aufgenommen wurden.

Diese Fahne begleitete die Fußgruppe beim Karnevalsumzug. FOTO: wos

Eng wurde es noch einmal vor der Gründung. Zusammen mit Bernd Schnell war Katrin Pfeiffer bei der Vorstellung und Genehmigung zu einer Sitzung des Kreisjugendausschusses von Oberberg geladen. "Da hieß es plötzlich, dass wir die Einrichtung von zwei auf vier Gruppen vergrößern sollten. Wir haben auf dem Flur kurz überlegt und gesagt ,Wir wollen das' und beschlossen ,Augen zu und durch'", erinnert sich Katrin Pfeiffer.

So gab es 1996 zwei Gruppen für Kindergartenkinder, eine große altersgemischte von drei bis 14 Jahren und eine kleine altersgemischte von drei Monaten bis sechs Jahren. Ihr Domizil fand das Kinderhaus in der ehemaligen Grundschule Rochollstraße. Das große Außengelände hat bis heute seine Bedeutung für die Kinder behalten.

Bei den Mitarbeitern gibt es eine wichtige zweite Konstante: Heidrun Ober ist als Köchin vom ersten Tag an mit dabei. Sie war es, die sich um gesunde Kost in der Vollwertküche gekümmert hat und auch maßgeblich an der Qualifikation für das Zertifikat von "Optimix" beteiligt war. "Wir sehen das aber nicht als dogmatisch an, sondern als Teil unseres Programms", sagt Pfeiffer. Soziales Lernen, das Lernen von Kommunikation, der wertschätzende Umgang miteinander und naturpädagogische Schwerpunkte mit eigenem Pflanzgarten und regelmäßigen Exkursionen in die Natur gehören dazu.

Heute hat die Einrichtung noch mehr als 70 Kinder mit zwölf Mitarbeitern, da die Betreuungszeiten ausgeweitet worden sind. Um sieben Uhr kommen morgens die ersten Kinder, weil es das Industriegebiet so erfordert. Gab es 1996 35 Tages- und 50 Bis-Mittag-Plätze, sind es heute 50 Ganztagsplätze bis 16.30 Uhr, 17 bis 14 Uhr und acht bis zum Mittag. "Das ist eine klare Tendenz dahin, dass die Eltern heute eine ander Betreuung und andere Zeiten brauchen als früher", sagt Katrin Pfeiffer. 2008 kam mit einem neuen Landesgesetz (kurz Kibiz) eine Umwälzung bei den Kindergärten. Die U-Betreuung fing an, die es in der "Pusteblume" schon gab. In den Offenen Ganztag ging die Betreuung von Kindern im Grundschulalter.

Katrin Pfeiffers Erfahrung ist auch heute noch, dass es "vielen Eltern wichtig ist, was für ihr Kind wichtig ist". Deshalb beteiligen sich die meisten Eltern auch an den Arbeiten im Haus oder an den Vorbereitungen der Feste oder übernehmen einen Posten im Trägerverein.

Quelle: RP
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