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Radevormwald
Kirchenkreis bezieht neue Verwaltungsräume

Radevormwald. Mit einem Gottesdienst weihte der Kirchenkreis Lennep sein neues, zentrales Verwaltungsamt in Remscheid ein. Von Stefanie Bona

1200 Kartons sind in den letzten Tagen von Remscheid nach Lennep und in die umgekehrte Richtung gereist oder wurden in den Büros der 18 zum Evangelischen Kirchenkreis Lennep gehörenden Gemeinden eingesammelt und zum neuen Kreiskirchlichen Verwaltungsamt gebracht. Zum Wochenende wurde der Start mit einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Remscheid gefeiert. Das neue Amt hat 63 Beschäftigte, die in großer Zahl die von Superintendent Hartmut Demski geleitete Andacht besuchten.

Wie berichtet, folgt der Kirchenkreis mit seinem zentralen Amt den Vorgaben der Landeskirche, die eine Zentralisierung im Rahmen der Verwaltung vorgegeben hatte. Die bislang bei den einzelnen Kirchengemeinden in Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen beschäftigten Mitarbeiter haben nunmehr im Kirchenkreis einen neuen Arbeitgeber. Die Personal- und Finanzabteilung, die Zentralen Dienste und Frank Busch als Leiter des Verwaltungsamtes sind in den Büros in der Remscheider Schulgasse 1 angesiedelt.

Die Abteilungen Gemeindenahe Dienste, Bau- und Liegenschaften sowie Friedhöfe haben ihren Standort im Haus der Kirche in der Lenneper Geschwister-Scholl-Straße, wo weiterhin auch der Superintendent sein Büro hat. Hartmut Demski verhehlte nicht, dass die Umstellung "manchem Mitarbeiter Sorge bereitet habe." Nun müsse man noch stärker als bisher aufeinander zugehen, war einer seiner Gedanken in den Fürbitten am Ende des Gottesdienstes.

Für die Gemeindeglieder werde sich durch die neuen Strukturen nicht viel ändern. Erster Ansprechpartner für ihre Anliegen seien weiterhin die Mitarbeiter in den Vor-Ort-Büros der Kirchengemeinden.

Amtsleiter Frank Busch hat seine Berufslaufbahn vor 28 Jahren mit einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep begonnen. Er sieht nach dem anfänglichen Umstellungsprozess zahlreiche Vorteile durch das Evangelische Verwaltungsamt. Die Zeiten, in denen ein Gemeindebüro nicht besetzt sei - was durch Urlaubs- und Krankheitszeiten und durch eingeschränkte Öffnungszeiten vorgekommen sei - könnten jetzt durch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in der Zentrale überbrückt werden. "Es gibt immer eine Rufumleitung. Kein Anruf bei einem Gemeindebüro wird mehr ins Leere laufen", versprach er.

Ein Zugewinn sei auch das gebündelte Know-how. Zum 1. Juli wird noch ein Baufachmann seine Arbeit im Verwaltungsamt aufnehmen. Auf dessen Unterstützung können die Kirchengemeinden demnächst bei ihren Bau- und Sanierungsvorhaben zurückgreifen. Frank Busch will im Laufe des Jahres alle Gemeinde besuchen und sich mit den Verantwortlichen über die ersten Erfahrungen austauschen. "Dann wird man sehen, wo man vielleicht noch einmal nachjustieren muss."

Quelle: RP
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