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Radevormwald
Kirchenvorstand wird gewählt

Radevormwald. Zum ersten Mal wird das Gremium gemeinsam für die fusionierte katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef bestimmt. Am 20. und 21. März stellen sich 13 Kandidaten zur Wahl – zehn werden gewählt. Von Joachim Rüttgen

Mit der Anzahl und der Auswahl der Kandidaten für den ersten gemeinsame Kirchenvorstand von St. Marien und St. Josef ist Pfarrer Marc Dominikus Klein sehr zufrieden. "Dankenswerterweise haben sich 13 Frauen und Männer bereiterklärt, erstmals oder erneut zu kandidieren. Ende Januar sah es noch schlechter aus, da gab es erst sieben Interessierte", sagt Klein. Doch durch Überzeugungsarbeit ist es gelungen, die Liste zu verlängern.

Gute Mischung an Berufen

Die Wahl ist für alle Neuland, denn erstmals müssen zehn statt bislang acht Vertreter gewählt werden. Drei gehen in die Reserve und stehen als Nachrücker zur Verfügung, wenn andere ausscheiden. "Der Kirchenvorstand ist die Vertretung der Körperschaft. Nur wer gewählt wird, darf nachrücken. Das ist der Unterschied zum Pfarrgemeinderat, wo Kandidaten nachberufen werden können", erklärt Klein. Dem Geistlichen gefällt die Mischung an Berufen, denen die Kandidaten nachgehen. Viele Sparten seien vertreten: Handwerker, Rechtsanwalt, Steuerfachmann, Richter, Finanzmensch oder Arbeiter. Klein weiß, dass Bewerber für den Kirchenvorstand schon ein gewisses Fachwissen benötigen, um die Arbeit zu meistern. "Gesunder Menschenverstand ist wichtig und der Sachverstand aus dem jeweiligen Beruf oder Hobby", sagt er. Außerdem ein gesundes Verhältnis zu Kirche und Glauben.

In erster Linie kümmert sich das Gremium um die Personal- und Finanzverwaltung der Gemeinde. "Außerdem geht es darum, Geldmittel zu beschaffen", sagt Klein. Personalentscheidungen und die Instandhaltung von Gebäuden seien wesentliche Themenschwerpunkte. "Die Mitglieder müssen sich für die Themen interessieren, aktiv werden und sich engagieren", sagt Klein.

Viel zugemutet

Positiv für das neue Gremium: Alle unangenehmen Angelegenheiten der Vergangenheit sind erledigt. "Dem vergangenen Kirchenvorstand wurde viel zugemutet", sagt Klein. Die Schließung und der Verkauf von St. Gangolf, die Aufgabe des langjährigen Gemeindehauses (Franz-Rudolf-Haus) und die Fusion mit St. Josef – "das alles war naheliegend, aber nicht unbedingt selbstverständlich", sagt Klein. Deshalb sehe er das neue Gremium zunächst in ruhigem Fahrwasser. Ein Kuriosum wird es während der ersten Sitzung geben. Da müssen die Mitglieder losen, wessen Amtszeit drei Jahre und wessen sechs Jahre beträgt. "Regulär wird alle drei Jahre gewählt. Weil aber jetzt komplett gewählt wird und wir nach drei Jahren nicht den kompletten Kirchenvorstand auswechseln, sondern für eine kontinuierliche Arbeit sorgen wollen, müssen wir losen, wer sich nach drei Jahren wieder zur Wahl stellt", sagt Klein.

Kirchenvorstandswahlen Samstag, 20. März, 16.30-18.30 Uhr, Pfarrheim Vogelsmühle; Sonntag, 21. März, Foyer Kirche St. Marien, 9 bis 9.30 Uhr, 10.30 bis 11 Uhr, 12 bis 12.30 Uhr, 17.30 bis 18 Uhr, 19 bis 19.30 Uhr. Briefwahlunterlagen bis Mittwoch, 17. März, Pastoralbüro, Hohenfuhrstraße, abgeholt und bis Sonntagabend abgegeben werden.

Quelle: RP
 
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