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Radevormwald
Kirmesschaukel sorgt für Kreischalarm

Kirmes Radevormwald 2016: Schaukel sorgt für Kreischalarm
Jürgen und Christa Langbein bilden das neue Schützenkönigspaar. Sie begrüßten gestern Abend die Kameraden und Gäste. FOTO: Michael Schütz
Radevormwald. Zwischen Tradition und Moderne präsentierte sich die Rader Innenstadt am Wochenende. Auf dem Kirmesplatz herrschte zuweilen Kreischalarm und die Schützen vollzogen ihre Pflichten. Neuer Schützenkönig ist Jürgen Langbein. Von Flora Treiber

Trotz der Baustellen in der Radevormwalder Innenstadt gab es Kreischalarm auf dem Schützen- und Heimatfest. Nach der Eröffnung am Freitag drehten die Fahrgeschäfte ihre Runden und verwandelten die Innenstadt zu einem bunten Rummelplatz. Auf dem Hohenfuhrplatz kreisten die Autoscooter und die Fahrwaggons der Raupe, Menschen wagten sich in den "XXL Crazytown" oder liefen in großen Plastikbällen durch Wasser. Besonders spektakulär war die schwindelerregend hohe Schaukel auf dem Marktplatz, die ihre Gäste 45 Meter hoch in die Luft wirbelte.

Die kleinen Figuren an der Spitze des Fahrgeschäfts waren schon weit vor der Innenstadt über den Dachspitzen zu erkennen. In dem "Artistico" hatte der Schützenverein einen guten Ersatz für den "Breakdancer" gefunden, der in den vergangenen Jahren in der Stadtmitte Platz gefunden hatte. Kinderkarussells, Schieß- und Angelbuden sowie süße Naschereien, die man eben nur auf einer Kirmes bekommen kann, gab es auch. Während sich Kinder und Jugendliche auf dem Rummel vergnügten, führten die Schützen in ihrem Haus am Hölterhof Tradition fort.

Von weitem schon war der "Artistico" als größte Kirmesattraktion zu sehen - und zu hören. FOTO: Michael Schütz

Nach dem Ehrenscheibenschießen, aus dem Stefan Zirngibl und Werner Grimm als Sieger hervorgingen, eröffneten die Schützen das Pfänder-, Prinzen- und Königsschießen, das dieses Jahr bis abends lief. "So lange brauchen wir selten", sagte Jürgen Fenske, Vorsitzender der Schützen. Der Apfel, den der große Vogel in seinen Klauen hielt, fiel erst nach dem 106. Schuss. Die ehemalige Schützenkönigin Lefkothea Skompopoulou brachte ihn zu Fall. Das Zepter fiel mit dem 109. Schuss, der von Jürgen Fenske ausgelöst wurde. Neuer Schützenkönig ist Jürgen Langbein, der im dritten Durchgang mit dem 39. Schuss siegte. Er ist erst seit einem Jahr im Schützenverein aktiv und hatte nicht mit dem Sieg gerechnet. "Als der Vogel fiel, ist mir kurz die Luft weggeblieben. Ich war total geschockt. Aber im positiven Sinne." Mit seiner Frau Christa an der Seite wird er den Schützenverein bis 2017 repräsentieren. Adjudantenpaar sind nun Fritz und Birgit Rehtanz.

Gestern wurden die auswärtigen Majestäten im Rathaus begrüßt, bevor der Festumzug um 16 Uhr in der Blumenstraße startete. Wegen der Sanierungsarbeiten in der GGS Stadt musste der Schützenverein den großen Zapfenstreich ins Bürgerhaus verlegen. Deswegen entfiel der Festabend am Samstag. Der Einzug ins Bürgerhaus, unter musikalischer Begleitung des Musikzuges der Radevormwalder Feuerwehr, gelang problemlos. Die Tische waren belegt und die Stimmung gut. Noch am Vormittag hatte Jürgen Fenske um den Festumzug gebangt. "Das Wetter ist jetzt zwar sonnig, aber unbeständig", sagte er. Umso glücklicher nahm er auf der Bühne platz, nachdem Schützen und Gäste trocken angekommen waren. Die Krönung der neuen Majestäten war festlich: Jürgen und Christa Langbein verfolgten den traditionellen Ablauf aufmerksam. "Für uns ist das ja alles noch neu. Wir werden uns bemühen, den Verein gut zu vertreten", sagte der 51-jährige König. Er wohnt seit acht Jahren in Radevormwald und ist jetzt wohl so richtig, als neuer Schützenkönig, in der Mitte des Trubels in der neuen Heimatstadt angekommen.

Quelle: RP
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