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Radevormwald
Klaus-Peter Flosbach verlässt Berlin 2017

Radevormwald. Der oberbergische Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Flosbach hat seiner Partei, der CDU, am Montag erklärt, dass er 2017 nicht mehr zur Wahl antritt. Der dann 65-Jährige sitzt seit 2002 im Bundestag und ist dort hochrangiges Mitglied. Von Wolfgang Scholl

Die CDU Oberberg steht vor einer weiteren Zäsur. Nachdem Klaus-Peter Flosbach im Herbst des vergangenen Jahres auf eine Wiederwahl als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes verzichtete, hat er am Montagabend dem CDU-Vorstand erklärt, dass er 2017 nicht mehr für das Amt eines Bundestagsabgeordneten kandidieren wird. "Ich bin dann 15 Jahre im Bundestag und mehr als 25 Jahre ehrenamtlich in politischen Gremien aktiv, da möchte ich persönlich auch einmal andere Akzente setzen", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Flosbach, seit Jahrzehnten selbstständiger Wirtschaftsberater, sitzt seit seiner ersten Wahl im Finanzausschusses des Deutschen Bundestages. Von 2011 bis 2014 war er auch finanzpolitischer Sprecher der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion. Nach einem überstandenen Herzinfarkt wählten ihn die Abgeordneten im Spätsommer 2014 wieder in den Fraktionsvorstand.

Spekulationen über einen Rückzug zur nächsten Bundestagswahl gab es seit dem Zeitpunkt, als er die Aufgabe des CDU-Vorsitzes bekanntgab. Zuvor hatte der Bundestagsabgeordnete erklärt, dass er sich persönlich erst nach Ostern zu seiner politischen Zukunft äußern wolle. Dies hat der 64-Jährige jetzt eine Woche nach dem Fest gemacht. Flosbach hat den oberbergischen Wahlkreis und damit sein Mandat seit 2002 viermal hintereinander von den oberbergischen Wählern direkt erhalten und dabei dreimal die jetzige SPD-Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier besiegt.

Den CDU-Vorsitz übernahm im Dezember Dr. Carsten Brodesser, der Flosbach jetzt auch als Bundestagskandidat nachfolgen könnte. Er war lange Jahre Schatzmeister der CDU Oberberg und erhielt am 5. Dezember von allen 104 Delegierten in Marienheide das Vertrauen. Jetzt hat der neue CDU-Vorsitzende aus Lindlar erklärt, dass er sich den Nominierungsgremien der oberbergischen CDU stellen möchte, um im kommenden Jahr für den Bundestag zu kandidieren. Wie Flosbach ist auch Brodesser Finanzexperte. Beruflich ist der studierte Volkswirt im Immobilienfinanzbereich tätig.

Der CDU-Vorstand hat vereinbart, dass sich Bewerber für das Amt des Bundestagskandidaten bis zum 30. Mai melden können. Sie sollen sich bis September den 13 Ortsvereinen vorstellen und ihre Ideen präsentieren können, bevor der Kandidat von der CDU-Kreisversammlung nominiert wird. Mit der frühzeitigen Bekanntgabe möchte Flosbach seinem Nachfolger eine ausreichende Zeit der Wahlwerbung bis zur Bundestagswahl einräumen.

Quelle: RP
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