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Radevormwald
Kleine Forscher erkunden neues Haus

Radevormwald: Kleine Forscher erkunden neues Haus
Can, Florian und Emelie (v.l.) führten stolz das Pipetten-Experiment vor und ernteten dafür viel Applaus. FOTO: moll
Radevormwald. Die Evangelische Kindertagesstätte "Himmelswiese" an der Stauffenbergstraße ist ein zertifiziertes "Haus der kleinen Forscher". Jetzt können die Mädchen und Jungen auch draußen forschen und dort viele Experimente ausprobieren. Von Flora Treiber

Pflanzen wachsen sehen, selber Matsch anrühren und kleine Krabbeltiere unter die Lupe nehmen - das alles können die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Himmelswiese jetzt noch besser auf dem großen Außengelände an der Stauffenbergstraße. Die kleinen Forscher weihten jetzt ihr neues Forscherhaus gemeinsam mit ihren Eltern und Sponsoren ein.

Die niedrige Holzhütte, die ganz nah an dem durch das Kindergarten-Grundstück verlaufenden Bach steht, ist an einer Seite offen, aber schützt die Kinder trotzdem vor Regen und Wind. Außerdem steht sie auf einem Fundament aus großen Steinplatten. An einem Matsch-Tisch, der auf die Größe der Kinder angepasst ist, können die Mädchen und Jungen viele Experimente ausprobieren. Und das, ganz ohne auf Dreck oder Möbel Rücksicht nehmen zu müssen. "In der freien Natur sind die Kinder unbefangener und können mehr ausprobieren. Das Forscherhaus ist ein großer Gewinn für uns alle und erweitert unser Angebot", sagte Sylvia Köster, Leiterin der "Himmelswiese".

Zusammen mit den Erziehern und Eltern der Kindertagesstätte hat sie einen großen Teil der Investition von 2000 Euro selber durch Feste und kleine Verkäufe aufgebracht. Beim großen Forscherfest zur Einweihung wurden zusätzlich private Spender und Vertreter der Sparkasse eingeladen, die ebenfalls an der Umsetzung des Hauses beteiligt waren. "Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung. Zusätzlich ist der 450-Euro-Gewinn aus dem Evonik-Kinderuni-Wettbewerb der BM mit in das Spielhaus eingeflossen", sagte sie.

Nachdem die Kinder das Lied der kleinen Forscher geträllert hatten, stürmten sie das neue Forscherhaus, das mit Pipetten, Sieben, Körben und Schaufeln ausgestattet ist. Elina, Can und Jolien führten stolz das Pipetten-Experiment vor und ernteten dafür viel Applaus.

Can ist drei Jahre alt und geht seit knapp mehr als einem Jahr in den Kindergarten. Seine Neugierde und sein Verständnis für natürliche Zusammenhänge hat sich in dieser Zeit prächtig entwickelt. Das beobachtet seine Mutter Julia Velioglu jeden Tag mit großer Zufriedenheit. "Can erzählt viel von den Experimenten und hört auch zu Hause nicht auf zu forschen. Wir probieren viele kleine Experimente selber aus, und ich lerne mit", sagte die Mutter. Dass die "Himmelswiese" auch "Haus der kleinen Forscher" ist, findet sie wichtig. "Dieser Aspekt gefällt mir besonders. Hier wird der Geist meines Kindes gefördert, und das finde ich toll. Alle Kinder sollten sich so neugierig mit ihrer Umwelt auseinandersetzen."

Für Sylvia Köster ist das neue Forscherhaus eine Bestätigung für das junge Forscher-Konzept ihrer Kindertagesstätte. Sie will ihre kleinen Forscher herausfordern und mit ihnen gemeinsam neue Experimente entwickeln. So viele wie möglich sollen davon unter freiem Himmel durchgeführt werden.

Zusätzlich zu dem Holzhaus hat der Kindergarten zwei Arbeitstische angeschafft, auf denen bereits erste Projekte angesetzt wurden - darunter ein Versuch mit Kreiseln und ein "Vulkan-Experiment", das die Wirkung von Backpulver zeigt.

Bei Waffeln und Kaffee tauschten sich die Eltern beim großen Forscherfest über die nächsten Aktionen für ihre kleinen Forscher aus. Der Garten der "Himmelswiese" ist jetzt eben nicht nur Spielfläche, sondern auch ein wissenschaftlicher Bereich.

Quelle: RP
 
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