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Radevormwald
Kolping-Gedenken mit Vortrag zur Stadtgeschichte

Radevormwald: Kolping-Gedenken mit Vortrag zur Stadtgeschichte
Pfarrer Marc D. Klein und Dr. Jörg Weber (r.) ehrten gestern das Ehepaar Maria und Horst Sieg im Caritashaus. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Noch während er seinen Mantel an den Gardarobenhaken hängt, schüttelt Horst Sieg heftig seinen Kopf. "Ich kann es nicht glauben, dass unser gemeinsamer Eintritt in die Kolpingsfamilie St. Marien schon 25 Jahre her sein soll", sagt er. Seine Ehefrau Maria bestätigt das Jubiläum: "Doch, es sind schon so viele Jahre vergangen. Wir kamen 1990 in die große Gemeinschaft der Kolpingsfamilie. Ich kann mich noch sehr gut erinnern."

Der Beitritt sei ein weiteres Zeichen der engen Zugehörigkeit zur katholischen Kirchengemeinde St. Marien gewesen. "Wir waren schon immer sehr aktiv in der Gemeinde, und sind es immer noch", sagt Maria Sieg. Sie war viele Jahre im Mütterkreis, dem damals noch rund 90 Frauen angehörten. "Heute noch sind wir noch gut 40 oder 50 Frauen und genießen unsere Gespräche miteinander", erzählt die Jubilarin. Horst Sieg singt seit mehr als 50 Jahren im Männer-Kirchenchor und freut sich ebenfalls über den Zusammenhalt und die schöne Chorgemeinschaft. "Die Sangesbrüder warben damals für die Kolpingsfamilie und dann haben wir beide zugestimmt", sagt Horst Sieg.

In den vielen Jahren haben sie fast jede Aktivität mitgemacht. "Wir haben uns hier immer sehr wohlgefühlt und möchten, so lange wir gesund bleiben, auch weiterhin aktiv am Leben der Kolpingsfamilie teilnehmen", haben sich die beiden vorgenommen. Obwohl das Ehepaar vor einigen Jahren nach Egen (Wipperfürth) zog, spiele sich ihr Leben weitgehend in Rade ab. Gestern, zum Kolping-Gedenktag in St. Marien, wurde das Ehepaar für seine Mitgliedschaft durch dessen Vorsitzenden Dr. Jörg Weber geehrt. Dazu überreichte er im Caritashaus nach der Kolpingsgedenkmesse in der katholischen Pfarrkirche St. Marien Ehrennadeln und Urkunden des Kolpingswerks.

Im Anschluss nahmen rund 50 Mitglieder bei Kaffee und Gebäck an den festlich gedeckten Tischen Platz und lauschten einem Diavortrag von Karl Schmidt. Er hatte aus Archivbeständen 70 alte Ansichten zusammengetragen. Hierbei konnten die Gäste auch Aufnahmen der durch den Krieg zerstörten Kirche sehen und den Wiederaufbau stufenweise miterleben. Bei deftigem Grünkohleintopf ließen die Mitglieder den Tag ausklingen. "Es ist schön, dass so viele gekommen sind. Wir feiern den Todestag von Adolf Kolping am 4. Dezember 1865, also vor 150 Jahren", sagte Weber. Er zeigte seine Freude über die Zahl von 100 Mitgliedern, darunter zahlreiche Familien. "Wir feiern jeden 1. Dienstag im Monat um 18.30 Uhr eine Messe mit der Kolpingsfamilie St. Marien", warb der Vorsitzende.

(sig)
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