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Radevormwald
Konzert des Posaunenchor Remlingrade sehr gut besucht

Radevormwald: Konzert des Posaunenchor Remlingrade sehr gut besucht
Der Posaunenchor Remlingrade begeisterte am Sonntag unter der Leitung von Ulrike Donner, die das Ensemble seit 2013 führt. FOTO: Peter meuter
Radevormwald. Die Blasmusiker hatten in der Dorfkirche ein Heimspiel. Choräle und moderne Kirchenlieder lockten mehr als 300 Besucher.

Sehr gut besetzt war die Dorfkirche in Remlingrade am Sonntagnachmittag. Gespannte Mienen zeigten die Gesichter, denn ein Kirchenkonzert des eigenen Posaunenchor ist nicht alltäglich. "Der Wunsch nach einem Konzert in unserer Kirche kam tatsächlich aus dem Chor heraus", sagte Chorleiterin Ulrike Donner. Der Wunsch erreichte sie unvermittelt, stieß aber sogleich auf vollstes Verständnis.

"Wir spielen sehr häufig in Festzelten. Da merken wir leider immer wieder, dass die Menschen unserer Musik nicht so ganz zuhören. Aber unsere Stücke haben Aufmerksamkeit verdient", sagte sie. Gleich machte sie sich Gedanken über eine Programmfolge und Liederauswahl. Da der Posaunenchor über ein umfangreiches Repertoire verfügt, gestaltete sich die Auswahl als nicht schwierig. "Einige Werke mussten wir auffrischen, andere allerdings auch neu erarbeiten", berichtete sie. Der Fleiß der Musiker zeigte sich durch die lange Liste ihrer Darbietungen.

"Himmel, Erde, Luft und Meer", so der Konzerttitel, stieß bei Musikfreunden und Gemeindegliedern der Kirche Remlingrade auf großen Zuspruch. Rund 300 Zuhörer lauschten der Musik, die teils einen ruhigen Charakter, teils rhythmisch anspruchsvoll zu hören war. "Wir haben unserem Eröffnungsstück einen etwas anderen Namen mit einem Augenzwinkern gegeben: Himmel, Erde, Luft und mehr", erklärte Ulrike Donner. Das "Mehr" solle für die gestärkte Gemeinsamkeit stehen, betonte sie. Der Chor, dessen Leitung sie 2013 übernahm, kann sich mit 25 aktiven Musikern sehen lassen. Jede Bläser-Instrumentenstufe sei gut besetzt. "Das freut mich ungemein. Und weiter freut mich, dass in unserem Posaunenchor Musiker von acht bis 80 Jahren gemeinsam spielen", schwärmt sie.

Der Zuspruch an Musikern spräche für sich. Wie gut das Miteinander fruchtet, davon konnten sich die Zuhörer überzeugen. Eine Musikreise, die über New York, Afrika, Moskau, die Weltmeere und über die Wolken führte. Der Konzerttitel, komponiert von Traugott Fünfgeld, war ein ruhiger Auftakt, während die "Moskauer Nächte" recht schwungvoll tönten. "Can you feel the love tonight" gehörte zu den neueren Stücken und "Gabriela's Song" ließ noch einmal den musikalischen Himmel aufbrechen. Tosender Beifall war der Lohn für die Musiker, die dicht gedrängt vor dem Altar Platz genommen hatten. Dirigentin Ulrike Donner, selber auf dem Flügelhorn aktiv, gab schwungvoll die Einsätze und moderierte aus dem "Nähkästchen". Musikerin Linda Wellershaus las den Reisebericht der Konzertreise nach Dresden 2015 vor. "Wir touren gerne", sagte Ulrike Donner, die auch im Lüttringhauser Posaunenchor spielt.

Auch einige Bläser geben ihren Einsatz in beiden Chören. "Der Zusammenhalt ist toll. Selbst die Ehefrauen der Musiker unterstützen uns mit der Bewirtung der Besucher", sagte Donner. Am Sonntag servierten die Frauen im Anschluss an das Konzert ein Glas Sekt und Kaffee. Zuvor hatte "Eine kleine Nachtmusik" als Zugabe ein "Wunschkonzert" abgeschlossen.

(sig)
 
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