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Radevormwald
Kunst im Château-Parc ins Licht rücken

Radevormwald: Kunst im Château-Parc ins Licht rücken
So sieht der Vorschlag von Architekt Armin Henne aus: Die beiden Stelen der "Gruppe 13" sollen vom Boden aus beleuchtet werden. Bernd Freudenberg würde einen Baumfluter präferieren. FOTO: Henne
Radevormwald. Der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr beschäftigt sich mit dem künftigen Aussehen des Parks und des Rokoko-Gartenhäuschens. Dabei geht es vor allem auch um die Kunstobjekte - und wie sie künftig angestrahlt werden. Von Joachim Rüttgen

Es geht nicht nur um die Verschönerung des Parks und die Beseitigung der Angst-Räume. Der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr legt vor der Umgestaltung viel Wert darauf, was mit den Kunstwerken und Kunstobjekten im Parc de Châteaubriant passiert. Auch dazu hat sich Landschaftsarchitekt Armin Henne aus Wuppertal Gedanken gemacht.

Die 13 alten Grabsteine des ehemaligen Friedhofs sollen erhalten werden. Die historische Leuchte im Park soll an Bedeutung gewinnen. "Dafür müssen wir den Park durchgängig und einladend machen und einen Großteil kräftig durchforsten", sagte Henne. Der übermächtige Baumbestand mit über 60 Exemplaren müsse zurückgeschnitten werden, um Platz zu schaffen. Nur so könne die Kultur künftig verstärkt wirken: moderne Gegenstände im Zusammenspiel mit historischer Ausstattung. Die Kunstwerke werden in die natürliche Umgebung des Parks eingebunden.

Charme und Ausstrahlung des Parks will Henne erhalten, mehr Aufenthaltsqualität schaffen und die Kunstobjekte mehr in den Vordergrund rücken. Zentraler Ort sei das Gartenhäuschen, das künftig von Rosen statt von Rhododendron umgeben sein soll. "15 Hochzeiten pro Jahr machen diesen Ort zu einem Platz für Liebende, und da ist die Rose passend", sagte der Architekt und stellte zugleich sein Beleuchtungskonzept vor.

Demnach sollen vor allem die Eingänge in den Park heller werden - inklusive Hauptweg. Der Pavillon soll dezent und indirekt von der Seite angestrahlt werden. Für die Bodenskulptur empfiehlt Henne eigentlich eine Beleuchtung mit Ständer und Schlitzblende. Hier sei aber die Gefahr durch Vandalismus sehr groß. Bernd Freudenberg von der Kunstinitiative betonte, dass es nicht nötig sei, dieses Kunstwerk zu beleuchten, da es wie ein Spiegel wirke und da Licht nicht sonderlich sinnvoll sei. Es reiche völlig aus, wenn der Weg an der Skulptur vorbei beleuchtet werde. Außerdem ist die Beleuchtung der Bodenskulptur und der beiden Stelen der "Gruppe 13" noch nicht in der Kostenkalkulation inbegriffen. Deshalb stellt sich nach Angaben des Ausschussvorsitzenden Dietmar Stark (SPD) die Frage, ob die angedachte Beleuchtung den Kunstwerken gerecht werde. Freudenberg schlug vor, die beiden Stelen auf jeden Fall ins rechte Licht zu rücken. Da würde er allerdings einen Baumfluter präferieren und keine Beleuchtung vom Boden aus. Einig war sich der Ausschuss, dass eine Beleuchtung für die Kunst im Park sichergestellt werden muss. "Das darf nicht vergessen werden, sicher angepasst an die zur Verfügung stehenden Mittel", forderte Stark und fand damit eine einstimmige Mehrheit im Ausschuss. Immerhin verfüge Rade über drei außergewöhnliche Kunstwerke mit Alleinstellungsmerkmal.

Freudenberg verwies darauf, dass sich die Stadt unbedingt nicht nur um das Äußere im Park kümmern müsse, sondern auch um das Gartenhäuschen im Innenbereich. "Außen hui, innen pfui", sagte er und sprach von Schimmel und bröckelndem Putz. "Hier muss dringend über eine neue Einrichtung nachgedacht werden", sagte Freudenberg. Gut findet er die Idee von Henne, die alten Sandsteinreliefs über dem Kellerfenster freizulegen.

Quelle: RP
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