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Radevormwald
Kunsthandwerk und freier Eintritt locken ins Wülfingmuseum

Radevormwald. Originelle Handarbeiten zogen am Wochenende in das Wülfingmuseum ein und lockten zahlreiche Besucher zum großen Osterbasar an die Wupper. Die große Nachfrage der Aussteller vergrößerte den diesjährigen Basar auf 20 Aussteller, die ihre Handarbeiten auf liebevoll dekorierten Verkaufsflächen präsentierten. Der Museumsverein hat mit dem Osterbasar eine Tradition geschaffen, die mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Die Aussteller kamen nicht nur aus Rade, sondern auch aus Wuppertal, Wermelskirchen, Solingen und Remscheid. "Das Ambiente bietet sich für einen Basar wirklich gut an. Heute ist es noch ruhig, aber das ist morgen bestimmt vorbei", hoffte Monika Zimmermann aus Wermelskirchen. Sie verkauft in erster Linie Strickwaren, aber auch ausgewählten Schmuck. "Ich bin zum ersten Mal dabei und von dem Konzept wirklich angetan. Dieses Jahr war ich mit der Anmeldung schnell genug." Uwe Hackenberg und Andrea Hoffeld boten auf dem Markt kleine Gestecke und Holzvasen an. "Wir achten auf natürliche Materialien und verkaufen zu dieser Zeit besonders viele Gestecke oder bepflanzte Körbe", sagte Hoffeld. Sie kümmert sich im Wülfingmuseum auch um die Innendekoration und die Außenbepflanzung.

Zu den außergewöhnlichen Ständen zählte der Besteckschmuck von Damara Heising. Ob Ringe oder Anhänger, sie verwandelt altes Silberbesteck zu kreativem Schmuck, der sehr viel Aufmerksamkeit erregte. "Das Bärenlädchen" aus Wermelskirchen brachte viele Bären, große und kleine, mit in das Museumscafé. Katja Michaelis entwirft alle Designs und setzt die Ideen selber um. Ganz neu in diesem Jahr Schreibwaren. Bunt gestaltete Notizbücher, Karten und Kalender zogen das Interesse der Besucher auf sich.

Bernhard Klomfass war 2007 das erste Mal auf dem Basar dabei und verkaufte am Wochenende wieder einige Laubsägearbeiten für kleines Geld. "Besonders gut gehen die kleinen Ornamente, die Hasen zeigen", sagte er.

Ganz neu in seinem Sortiment sind Miniaturen der Bismarck-Räder, die er detailgetreu nachgebaut hat und auch bald im Bismarck-Museum im Erdgeschoss eines Tages ausstellen wird. "Für ein Rad brauche ich ungefähr acht Stunden." Das Angebot wurde mit handgefilzten Unikaten von Tanja Le Pinte, Stoff- und Mosaikarbeiten erweitert. Tanja Behnke, Schriftführerin des Museumsvereins, war nicht nur mit ihrem eigenen Stand "Lottchen & Leo" vertreten, sondern beobachtete auch das bunte Treiben. "Die Besucher schätzen das Handwerk und unsere Arbeiten. Sie nehmen sich Zeit und kommen mit uns ins Gespräch. Das ist für alle Aussteller ein schönes Gefühl", sagte sie. Mit der Resonanz war sie zufrieden. "Am Sonntag ist natürlich immer ein bisschen mehr los, aber ich bin auch heute zufrieden."

Zum ersten Mal war der Basar mit einem freien Eintritt ins Wülfingmuseum verknüpft. Diese Chance nutzten einige Besucher und kehrten nach einem Gang durch die Ausstellung bei frischen Waffeln und belegten Brötchen im Café ein.

(trei)
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