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Radevormwald
Kuschlige Stubentiger im Rader Bürgerhaus

Radevormwald. Der Bund der Katzenzüchter NRW hatte zur großen Ausstellung nach Radevormwald eingeladen. Von Flora Treiber

Das Bürgerhaus beherbergte am Samstag mehr als 160 Katzen. Markus Krämer, Vorsitzender des Bundes der Katzenzüchter NRW, hatte sich Radevormwald ganz bewusst als Standort für die große Katzenausstellung ausgesucht. "Das Bürgerhaus ist eine traumhafte Location für diese Veranstaltung. Wir sind mehr als begeistert", sagte er. Katzenzüchter- und Liebhaber waren in die Innenstadt gepilgert, um ihre eigenen Katzen zu präsentieren und die Schmuckstücke anderer Besitzer zu bestaunen. In der ersten Etage war eine Shoppingmeile für Zubehör rund um Katzen aufgebaut. Hier kauften die Besucher Futter und Spielzeug. Die zweite Etage war der eigentliche Ausstellungsort. Im Foyer, aber auch im großen Saal reihte sich ein Käfig an den anderen. Die Katzen, alle ganz ruhig, beobachteten das Treiben, schliefen in ihren Hängematten und ließen sich bereitwillig von ihren Besitzern für den großen Auftritt aufbürsten.

"Für die Bewertung muss jedes Detail stimmen", sagte Krämer. Er züchtet seit 25 Jahren Katzen und hat seinen eigenen Verein vor etwas mehr als einem Jahr in Wuppertal gegründet. "Wir achten darauf, dass sich die Katzen wohlfühlen und sorgen für optimale Rahmenbedingungen", sagte er. Die Züchter waren am Wochenende zufrieden mit dem Ablauf und kümmerten sich in Ruhe um ihre Stubentiger. Anlässlich der Ausstellung waren sieben Richter angereist, um die seltenen Rassen mit insgesamt 240 Bewertungen zu begutachten. Thorsten Grimm, Bernd Goritzka, Tanja David und Erwin Neubauer kommen aus Deutschland, André Delsink und Janny Geelen reisten aus den Niederlanden und Kaai du Plessis aus Südafrika an. "In der Katzenszene kennt man sich eben. Da ist kein Weg zu weit", sagte Krämer. Zu den besonderen Rassen, die in Radevormwald zu sehen waren, gehörte die "Peterbald" Katzen. Die nackte Katzenrasse kommt ursprünglich aus Russland und zog viele Blicke auf sich. Elegant wanderten die ungewöhnlichen Katzen durch das Bürgerhaus.

Etwas kuschliger ist die Norwegische Waldkatze. Die großen und robusten Tiere erinnern an das raue Klima Norwegens und strahlen viel Gelassenheit aus. "Heute ist auch die Sibirische Katze vertreten. Sie gehört zu den Waldkatzen und ist in der Züchtung anspruchsvoll", sagte Krämer. Gestern ging die Ausstellung mit neuen Ausstellern und einem Schwerpunkt auf Thai-Katzen weiter, die sich durch ihre markante Fellzeichnung von anderen Rassen unterscheiden. Auf der Bühne standen funkelnde Pokale, die am Ende verliehen wurden. "Bisher hat alles toll funktioniert. Wir wollen nächstes Jahr wieder kommen", sagte Krämer. Er hat es sich zum Ziel gesetzt in NRW eine Plattform für Katzenzüchter anzubieten und dafür in Rade wichtige Kontakte geknüpft.

Quelle: RP
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