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Radevormwald
Langjähriger Kehrmaschinenfahrer im Ruhestand

Radevormwald. "Iwans letzte Fahrt" stand gestern auf der alten Kleinkehrmaschine. Unterwegs war mit ihr wie in den vergangenen 20 Jahren seit 1996 der städtische Mitarbeiter Iwan Gauzel. Seine Maschine kannten und kennen zahlreiche Radevormwalder, sein Gesicht dagegen ist vielen dagegen nicht so präsent, weil es durch das Glas der Fahrerkabine verdeckt ist. Unterwegs war der scheidende Betriebshofmitarbeiter in der Innenstadt auf den verkehrsberuhigten Straßen, auf Gehwegen und in Höfen. Dazu gehörten aber auch die Touren nach dem Ende des Wochenmarktes am Mittwoch- und Samstagmittag oder nach dem Karnevalsumzug, zu den Kirmesveranstaltungen und am vergangenen Wochenende nach dem großen Stadtfest.

"Ich wäre am 1. September dieses Jahres 25 Jahre bei der Stadt im Betriebshof beschäftigt", sagte der Kehrmaschinenfahrer gestern Morgen auf seiner letzten Tour durch die Innenstadt am Schlossmacherplatz. Jetzt habe er aber die Möglichkeit, in den Ruhestand zu treten. Auch aus gesundheitlichen Gründen wolle er kürzer treten. Zur letzten Runde über den Schlossmacherplatz begleitete ihn Betriebshofleiter Norbert Petri, der seinem scheidenden Mitarbeiter ein großes Lob aussprach. "Iwan Gauzel hat sich immer auch um die Maschine gekümmert und sie gewissenshaft gepflegt und gewartet", sagte Petri.

Die Arbeit auf der Kehrmaschine hat dem 63-Jährigen, der die Maschine gestern Mittag zum letzten Mal am Betriebshof an der Dahlienstraße abstellte, immer Freude bereitet. "Man muss bei den Fahrten ständig aufpassen", sagte Gauzel als Bald-Neurentner, "besonders, wenn Fußgänger in der Nähe sind, muss man immer die Augen offen haben." Das hänge nicht nur damit zusammen, dass man Personen anfahren könne, sondern auch damit, dass man die Geschwindigkeit der Maschine und auch der Bürsten drosseln müsse. Außerdem sei es wichtig, auf die Zufuhr von Wasser bei der Reinigung zu achten, damit die Passanten nicht nass gespritzt werden.

In Zukunft wird sich Gauzel in seiner Freizeit mehr dem Angeln widmen. "Ich habe einen Jahresschein für die Wupper-Talsperre. Ich bin auch schon mal mit Norbert Petri zum Angeln gewesen. Außerdem habe ich die Möglichkeit, manchmal in einem Privatteich angeln zu können", sagte er. Angeln beruhige. Wer sein Nachfolger wird, das steht noch nicht fest, wird aber in den kommenden Wochen bestimmt.

(wos)
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