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Radevormwald
Lebensretter werben für ihre Arbeit

Radevormwald: Lebensretter werben für ihre Arbeit
Beim Informationstag im "life-ness" konnten die Besucher die Arbeit der Schwimmer im Wasser beobachten oder sogar direkt mitmachen. Nachwuchs sucht die Ortsgruppe immer, auch für den Vorstand oder als Helfer. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. 25 Mitglieder der Radevormwalder Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) informierten im "life-ness" über Mitgliedsbeiträge, Kurse und das beste Einstiegsalter. Vor allem die Schwimmkurse waren sehr gefragt. Von Marion Gerdel

Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) ist mehr als nur ein Schwimmverein. Das wollte die Ortsgruppe mit einem Infotag im Freizeit-Center "life-ness" beweisen. "Wir wollen uns der Öffentlichkeit in einem größeren Rahmen präsentieren, da viele Radevormwalder gar nicht wissen, wie breitgefächert unser Angebot ist", sagte die stellvertretende Schatzmeisterin Gudrun Merx.

25 DLRG-Mitglieder standen interessierten Gästen mit Auskünften zu Mitgliedsbeiträgen, bestem Einstiegsalter und Kursauswahl zur Verfügung. Außerdem konnten die Besucher die Arbeit der Schwimmer im Wasser beobachten oder direkt mitmachen. Angefangen beim Mutter-Kind-Schwimmen über Anfängerkurse für Kinder und Erwachsene bis hin zur Rettungsschwimmerausbildung ist bei der DLRG für jeden etwas dabei. "Wir suchen aber nicht nur Aktive im Schwimmbereich, auch im Vorstand oder bei verschiedenen Helferfunktionen würden wir uns über Unterstützung sehr freuen", sagte Gudrun Merx.

Neben der direkten Wasserrettung bietet die DLRG Kurse zur Erste-Hilfe-Ausbildung, auch für betriebliche Ersthelfer oder Führerscheinanwärter, an. Regelmäßig richten die Sportler Schwimmwettbewerbe bis zur Landesmeisterschaft aus. "Das ist vor allem für die Verbände interessant, die keinen Wassereinsatz machen können, so wie wir an der Bever. Das ist ein besonderer Trainingsanreiz für deren Jugendliche", sagte sie.

Diesen Ansporn brauchen die Radevormwalder Mitglieder nicht. Für sie ist der Einsatz an der Talsperre eine große Belohnung für ihr Engagement. Die Rettungsschwimmer bekommen auch die Möglichkeit, während der Ferien Rettungsdienst an den deutschen Küsten zu machen. "Das ist tagsüber Wachdienst und abends gemütliches Beisammensein unter Menschen mit den gleichen Interessen. Außerdem: Wo kann man sonst schon die Erfahrung machen, anderen Menschen zu helfen oder gar Leben zu retten?", wirbt Ausbildungsleiter Frank Merx.

Jugendliche, die sich so aktiv für die Gemeinschaft einsetzen, haben, das wissen die DLRG-Ausbilder aus Erfahrung, auch bei der Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche viele Vorteile. "Arbeitgeber legen viel Wert auf das dort erlernte Sozialverhalten und Engagement", sagte er.

Direkte Nachwuchssorgen hat die DLRG nicht, aber wie viele andere Vereine hat aber auch sie das Problem, dass Jugendliche nach der Schule durch Studium oder Ausbildung weniger Zeit für den Sport haben. Das findet Merx besonders schade. "Dabei bauen wir unseren Nachwuchs gerne früh auf", sagte er. Damit ist nicht nur der sportliche, sondern auch der administrative Bereich gemeint. Er selbst wird in zwei Jahren als Ausbildungsleiter aufhören und beginnt bereits jetzt, seine Nachfolgerin einzuarbeiten.

Am Informationsnachmittag waren vor allem die Schwimmkurse gefragt. "Viele Kinder können nicht schwimmen. Durch unsere Arbeit wollen wir auch der Gefahr des Ertrinkungstod entgegenarbeiten", sagte Gudrun Merx.

Insgesamt waren die Verantwortlichen der DLRG mit dem Erfolg des Nachmittages mit vielen Gesprächen und einer direkten neue Mitgliedschaft sehr zufrieden. Sie überlegen, weitere Infoveranstaltungen, vielleicht auch für den Wochenmarkt, anzubieten.

Quelle: RP
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