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Radevormwald
Leck in Pkw-Gastank eines Rader Ehepaars

Radevormwald. Ein Leck im Erdgastank eines Autos hat gestern Morgen einen Großeinsatz der Wermelskirchener Feuerwehr verursacht. Ein Ehepaar aus Radevormwald hatte gegen 8 Uhr sein Fahrzeug in Wermelskirchen an einer Tankstelle an der Berliner Straße aufgetankt. Nach dem Bezahlen bemerkten die beiden 51-Jährigen ein verdächtiges Zischen, außerdem roch es streng nach Gas. Sofort alarmierten sie die Feuerwehr. Diese evakuierte die Tankstelle und ein direkt angrenzendes Haus und sperrte die Straße.

"Es herrscht akute Explosionsgefahr, es ist ein zündfähiges Gemisch aus Gas und Sauerstoff entstanden. Wenn es jetzt einen Zündfunken gibt, kann es explodieren", sagte Einsatzleiter Ingo Mueller gegen 9 Uhr vor Ort.

Zwölf Hilfskräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Außerdem wurde ein Fachmann für Erdgastanks hinzugezogen. "Er hat direkt gesagt, dass er diese Bombe nicht mehr anpackt. Sogar das Autoradio läuft noch", sagte Mueller. Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als das Gas von alleine komplett aus dem Autotank ausströmen zu lassen. "Eine andere Möglichkeit haben wir nicht", sagte Mueller.

Wie lange die Straße gesperrt bleiben musste, war zunächst unklar. "Wir haben keine Erfahrungen mit Gastanks. Ich weiß nicht, wie lange es dauert, bis der Tank des Autos komplett leer ist", sagte Mueller. Die Gaswerte wurden mit einem Messgerät ständig überprüft. Hektik herrschte, als sich gegen 9.30 Uhr plötzlich auf dem Gehweg ein Radfahrer dem Auto mit dem Leck im Gastank näherte. Ingo Mueller sprintete auf ihn zu und machte ihm lautstark deutlich, dass Straße und Gehweg nicht ohne Grund abgesperrt worden seien. "Er hat uns daraufhin aufs Übelste beschimpft - das geht gar nicht. Hier geht es um die Sicherheit der Menschen, und manche Leute denken, für sie gelten solche Absperrungen einfach nicht", schimpfte der Einsatzleiter. Dies sei übrigens nicht zum ersten Mal der Fall gewesen. Bis zum Abend gab es noch keine Entwarnung: Der Gastank des Autos war noch nicht leer. Verletzt wurde niemand.

(seb)
 
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