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Radevormwald
"life-ness" muss ins Bad investieren

Radevormwald: "life-ness" muss ins Bad investieren
Der Baukörper und die Schwimmbadanlage werden in drei Jahren 30 Jahre alt. Für die Sanierung des Schwimmbadbereichs wird mit einem Sanierungsbedarf von etwa 1,5 Millionen Euro gerechnet. Das Bad soll 2019 dann im Sommer für etwa zwei Monate geschlossen bleiben. FOTO: Dörner (Archiv)
Radevormwald. Die Stadt und Bäder GmbH-Manager Ronald Eden schätzen den Investitionsbedarf auf etwa 1,5 Million Euro. Das Schwimmbad ist 27 Jahre alt, da ist eine Sanierung unumgänglich. Eden hofft bei dem Projekt auf öffentliche Förderung. Von Wolfgang Scholl

In einem Nebensatz der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung ist im September mitgeteilt worden, dass es für das "life-ness" einen Investitionsbedarf von etwa einer Million Euro gibt. Dazu erklärt Ronald Eden, dass große Teile der Bausubstanz des Schwimmbades 27 Jahre alt sind und erneuert werden müssen. Beim Umbau vom "aqua fun" zum "life-ness" seien große Teile des Altbestandes nicht saniert worden. Inzwischen geht aus den Unterlagen des Stadtrates hervor, dass die Investitionssumme bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen könnte.

Mit dem Aufsichtsrat ist abgesprochen, dass ein Konzept für die Anlage des Freizeitcenters baulich wie inhaltlich für die kommenden zehn Jahre erarbeitet wird. "Wir beleuchten alle Bereiche von der Sauna bis zum Nessi-Kinderland", sagt Eden. Herzstück soll das Schwimmbad bleiben, das fürs Freizeit-, Gesundheits-, Sport- und Schulschwimmen genutzt wird. Die Zukunft des "life-ness" soll jetzt in das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt II eingebunden werden.

Die Stadt hat die Hoffnung, dass die Sanierung des Altbestands des Bades öffentlich mit bis zu 60 Prozent gefördert wird. "Es geht dabei nicht um die anderen Bereiche des Centers, sondern ausschließlich um die Teile, die die Existenzgrundlage bedeuten und der Daseinsvorsorge dienen", sagt Eden, der seit 2009 für das Center arbeitet. "Ich sehe das als große Chance für uns", ergänzt er. Er sieht Schwierigkeiten, wenn die Stadt die komplette Summe für die Sanierung alleine aufbringen müsste. Eden berichtet von inzwischen zahlreichen Investitionsprogrammen für Bäder; diese Chancen solle die Stadt nutzen.

Kämmerer und Beigeordneter Frank Nipken hatte bei der Einbringung des städtischen Haushalts und in der Ausschuss-Sitzung für Finanzen erklärt, dass die Stadt sich in den kommenden zehn Jahren jährlich mit einer Kapitalaufstockung von 60.000 Euro beteiligen wird.

Ein Antrag der AL-Fraktion an den Stadtrat, die Sanierung des "life-ness" aus dem Konzept der Sanierung der Innenstadt II herauszunehmen, hat der Stadtrat in der vergangenen Woche mit sehr großer Mehrheit (gegen drei Stimmen) abgelehnt. Anträge auf Förderung wird die Bäder GmbH selbstständig stellen. Mit der Einbeziehung der Fläche bis zur Carl-Diem-Straße möchte die Stadt, sagte Bürgermeister Johannes Mans, der Leitung der Bäder GmbH die Möglichkeit zu einer öffentlichem Förderung eröffnen. Ob die Bäder GmbH Anträge stellen wird, liegt im Ermessen des Unternehmens.

Den Investitionsbedarf sieht der Bäder-Manager alleine schon durch Veränderung im Stand der Technik begründet. Heute seien zum Beispiel im "life-ness"-Bad die Wasserkreisläufe für die beiden Becken nicht mehr optimal. Außerdem sei der Beckenkopf besonders des großen Sportbades in der gesamten Runde zu erneuern. "Wir haben eine Umrandung mit Rinne und Abdeckrost, heute ist eine Rinne auf Edelstahlbasis normal. Außerdem geht es um die Abdichtung des Bades", sagt Eden. Weiteres Thema ist die Erneuerung des Schwallwasserbehälters. Das sei ein normaler Sanierungsbedarf nach etwa drei Jahrzehnten.

Positiv sieht Eden die Entwicklung des Hauses insgesamt, weil das "Nessi-Kinderland" auch nach acht Jahren weiter sehr gut frequentiert wird und die Sauna durch Arbeiten wie die Erneuerung der Dampfsauna und den Umbau des Ruheraums wieder attraktiver geworden ist. Auch die Neuerungen im Fitnessbereich würden gut angenommen.

Trotzdem müsse man jetzt ein ganzheitliches Konzept entwickeln, damit das Freizeitcenter weiter wachsen könne. Die zum Gesamtkonzept Innenstadt II geäußerte Idee, am "life-ness" ein Hotel zu bauen und attraktive Parkplätze anzubieten, eröffneten weitere große Möglichkeiten. Dazu gehöre vielleicht auch eine Verbindung zum Parc de Châteaubriant.

Quelle: RP
 
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