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Radevormwald
Linie 659 fällt weg - 626 fährt über Önkfeld

Radevormwald: Linie 659 fällt weg - 626 fährt über Önkfeld
Die Linie 626 von Wuppertal-Oberbarmen nach Rade wird demnächst wohl zeitweilig über Herkingrade und Önkfeld fahren. FOTO: hn- (Archiv)
Radevormwald. Am neuen Nahverkehrsplan für Oberberg wird gearbeitet. Trotzdem gibt es schon Entscheidungen. Nach Lennep fährt von Dahlerau bald kein Bus mehr. Stadtrat plädiert für Test der Linie 626 über Önkfeld. Von Wolfgang Scholl

Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz berichtete in der Stadtratssitzung am Dienstagabend über neue Entwicklungen zum Nahverkehr. Die Linie 659 von Herkingrade nach Lennep ist zum Jahresende Geschichte, auch für ein Sammeltaxi oder ähnliche Alternativen gibt es keine Chancen mehr. Diese Entscheidung war von den Stadtwerken Remscheid schon bei Aufstellung der ersten Pläne zum Nahverkehrsplan mitgeteilt worden. "Die Entscheidung ist gefallen", sagte Knorz.

Die Zahl der Nutzer der Linie 659 war in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark rückläufig. Während früher in den Morgen-, Mittags- und Abendstunden zum Teil mit vollen Busen gefahren werden konnte, waren die Busse zuletzt bei der Verkehrszählung fast leer unterwegs, so dass sich die Strecke für den Konzessionsträger Stadtwerke Remscheid nicht rechnet. Ein anderer Verkehrsbetrieb wird die Konzession nicht übernehmen.

Knorz wartete aber sofort mit einer Alternative auf - für den Bereich Herkingrade. Diesem Vorschlag folgte der Stadtrat mit einem unverbindlichen Tendenzbeschluss. Demnach wird die Linie 626 in Zukunft beim Verstärkungsverkehr zu den Hauptverkehrszeiten, der derzeit noch durch das Uelfetal geführt wird, als Testphase von der Keilbeck über Herkingrade und Önkfeld zum Uelfebad und nach Rade zum Busbahnhof fahren.

Die Testphase, so erklärte der Vorsitzende des Kreisentwicklungsausschusses, Christian Viebach (CDU), werde sechs bis zwölf Monate dauern. Während deser Zeit werden die "normalen" Busse der Linie 626 von Wuppertal-Oberbarmen nach Rade alle 60 Minuten wie bisher über Dahlhausen fahren, die anderen über Herkingrade.

Sollte die neue Linienführung nicht angenommen werden, wird die Oberbergische Verkehrsgesellschaft (OVAG) die Fahrten wieder durch das Uelfetal führen. Eine Weiterführung durch das Gewerbegebiet Mermbach ist nicht möglich, weil diese Strecke zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, sagte Jochen Knorz. Nach der Sitzung haben Viebach, Bürgermeister Johannes Mans und Thomas Lorenz (Rua) einen weiteren Vorschlag gemacht: Der Bus soll die Uelfe-Wuppertal-Straße hoch- und runterfahren und bei Rewe-Kaufpark und am Ärztezentrum (Penny) halten - als Anbindung für die Wupperaner. Sicher ist: Die Beyenburger Schüler, die eine der weiterführenden Schulen an der Hermannstraße besuchen, könnenbeide Alternativen der Linie 626 in Anspruch nehmen.

Viebach erklärte das weitere Vorgehen des Kreises zum neuen Nahverkehrsplan. Im Oktober werde es eine Sondersitzung geben, in der der Vorschlag des Kreises zum neuen Nahverkehrsplan diskutiert wird. Die Entscheidung des Kreistages könnte Ende 2017/Anfang fallen. "Bisher sind 60 Prozent der Eingaben der 13 Kommunen bearbeitet", erklärte Viebach, die restlichen sollen bis Oktober folgen. "Wir haben beschlossen, Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit" sagte er. Er hatte mit Jochen Knorz für den Tendenzbeschluss zur Linie 626 geworben, um der OVAG ein positives Signal zu geben. Weil noch nicht alle Eingaben beantwortet sind, gab es auch noch keine Antwort zur Frage von Elisabeth Pech-Büttner (Grüne), ob die bessere Taktung und Verbindung zwischen den Linien 626 und 671 (Rade-Lennep) umgesetzt wird.

Folgen wird ein Gespräch mit dem Bürgerbus-Verein. Dabei soll überlegt werden, die Linie Wupper-Blitz bis nach Dahlhausen durchzuziehen, um dem Verein und den Bürgern von Dahlhausen zu helfen.

Quelle: RP
 
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