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Radevormwald
Luft in der Jahnhalle ist jetzt wieder rein

Radevormwald: Luft in der Jahnhalle ist jetzt wieder rein
Der kleine David, Enkel von Harald Angermaier vom Stadtsportverband (Mitte), der erste Ballspieler der sanierten Turnhalle Jahnstraße. Hinten links Thomas Wuttke vom Gebäudemanagement und Bürgermeister Johannes Mans. FOTO: Jürgen moll
Radevormwald. Die Turnhalle unterhalb des Kollenbergs an der Jahnstraße wird am kommenden Montag nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wieder freigegeben. Die Probleme im Hallenboden sind beseitigt, haben Messungen von Spezialisten ergeben. Von Wolfgang Scholl

Die Reinigungskräfte sind fürs Wochenende bestellt, die Sportgeräte stehen bereit. Ab Montag entspannt sich die Lage für die Sportler in der Stadt wieder deutlich. Nach der Freigabe der Halle II an der Hermannstraße im Januar steht jetzt auch die Halle Jahnstraße wieder zur Verfügung.

Vor etwa zweieinhalb Jahren war die Halle geschlossen worden, um eine energetische Sanierung mit Erneuerung von Dach, Fenstern und Heizung in Gang zu bringen. Ins Stocken gerieten die Arbeiten, als nach dem Einbau der Fenster und der Sanierung des Daches im Fußboden giftige Materialien gefunden wurden. Aus unbekannten Gründen sind beim Bau der Halle vor 60 Jahren giftige Teerbahnen auf dem Fundament verschweißt worden.

Nach Bekanntwerden dieser Probleme gab es eine umfangreiche Sanierung, die die Freigabe der Halle verzögerte. "Wir haben nach der Aufnahme des Hallenbodens Giftstoffe wie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, gemessen. Die sind äußerst giftig", erklärt Thomas Wuttke vom Fachbereich Gebäudemanagement. Spezialisten haben die Bodenauflage auf dem Fundament entsorgt, bevor der neue Hallenboden wieder aufgebaut werden konnte. "In der vergangenen Wochen haben wir die Halle komplett durchmessen lassen. Es ist alles in Ordnung", berichtet Wuttke. Im Zuge der Arbeiten ist mit Bundesförderung auch eine neue Beleuchtung mit LED-Licht installiert worden. An den Wänden gibt es jetzt auch einen neuen, zeitgemäßen Prallschutz. Auch die Warmwasseranlage ist jetzt auf dem neuesten Stand.

Für 530 000 Euro, Restarbeiten sind noch nicht abgerechnet, ist die Halle saniert worden. Gerechnet hatte die Stadt 2013 mit etwa 535.000 Euro. "Einiges ist teurer geworden, anderes aber auch günstiger", sagt Wuttke. Zu Kostensteigerungen führte eben die Sanierung des Bodens, in dem die Grundplatte abgedeckt und mit einer Dampfsperre versehen wurde. Zur Einhaltung der Kosten hat beigetragen, dass die Deckenstrahlheizung ausgebaut und durch eine günstigere Bodenheizung ersetzt werden konnte. Ein Sandwich-System hat den Hallenboden um sechs Zentimeter erhöht, aber auch dazu geführt, dass der Heizwert der Halle jetzt bei 70 Kw/h liegt. Früher war er bei 180 Kw/h. "Durch die Fußbodenheizung haben wir eine viel größere Heizfläche und bessere Hitzeverteilung", sagt Wuttke. Auch ist die Dachkonstruktion der Empore einfacher - und dadurch kostengünstiger als zuerst gedacht - saniert worden.

Problemlos läuft für Harald Angermaier, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, die Verteilung der Hallenstunden. "Wir haben einen großen Bedarf. Die Lage entspannt sich jetzt wieder", sagt er. Einige Gruppen wie die Betriebssportgruppe der Sparkasse haben weiteren Bedarf angemeldet. "Die Vereine haben nach Bekanntgabe der Schließung auch der Halle II sehr gut zusammengearbeitet und kooperiert", sagt Angermaier. Jetzt könne er einigen Wünschen nach Hallenzeiten nachkommen.

Da zum Beispiel vier Badmintonfelder aufgezeichnet sind und mit fahrbaren Ständern schnell genutzt werden können, haben RTV und TSV Schwarz-Weiß jetzt ganz neue Möglichkeiten. In zwei Wochen werden zusätzlich noch neue Tore und Basketballkörbe montiert.

Quelle: RP
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