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Radevormwald
Lutheraner bekommen weitere Dreiviertel-Pfarrstelle

Radevormwald. Die Lutherische Kirchengemeinde, mit etwa 5800 Gemeindemitgliedern die größte der Stadt, lädt für Dienstag, 24. November, ins Wartburghaus zu einer weiteren Gemeindeversammlung ein. Von Wolfgang Scholl

Ein Thema wird die Besetzung der Pfarrstellen sein. Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Andreas Kleinschmidt in den Vorruhestand hatten die beiden Pfarrer Manuela Melzer und Jürgen Buttchereyt die Arbeit weitergeführt. Nachdem die Gemeinde zuvor drei volle Stellen hatte, ist der Stellenplan zweimal verändert worden. Zuerst fiel die Stelle Kleinschmidt weg, anschließend hat die Gemeinde ein Viertel der Stelle von Jürgen Buttchereyt gekappt. Der Pfarrer ist seit dieser Zeit mit diesem Stundenanteil als Lehrer an der Realschule beschäftigt. "Wir haben festgestellt, dass diese Personalbesetzung mit einer so großen Gemeinde nicht möglich ist", sagt Buttchereyt als Vertreter des Presbyteriums.

Deshalb habe man eine weitere Dreiviertel-Stelle bei der Landeskirche im Rheinland und beim Kreissynodalvorstand im Kirchenkreis Lennep beantragt. Diesem Antrag sei stattgegeben worden. "Wir werden in der Versammlung darüber sprechen, wie die Gemeinde weiter verfahren soll und wird", sagt Buttchereyt. Berichtet wird über das Bewerbungsverfahren. Die Entscheidung der Versammlung soll nach der Sitzung vom Presbyterium bestätigt werden. Die Gemeinde hat dafür ihren Gemeindehaushalt verändert. "Wir haben im Haushalt intern umstrukturiert, um die Stelle finanzieren zu können", sagt Buttchereyt. Hinzu kommt, dass die Gemeinde seit einiger Zeit eine Stiftung für den Gemeindeaufbau unterhält. Und auch Mittel davon sollen in den Haushalt fließen.

Ein weiteres Thema ist die Besetzung des Presbyteriums. Für den Beginn des kommenden Jahres sind Neuwahlen im Rheinland vorgesehen. Die Gemeinde hat sich, sagt Buttchereyt, in den vergangenen Monaten intensiv um weitere Kandidaten bemüht. Derzeit sehe es so aus, dass man wohl keine Presbyterwahl haben werde, weil es genau die Zahl an Kandidaten gibt, die auch für das Presbyterium als Gemeinde-Entscheidungsträger benötigt werden. Noch bis zum Ende der Gemeindeversammlung kann die bisher vorläufige Kandidatenliste ergänzt werden. "Wenn sich keine weiteren Mitglieder melden, werden wir auf eine Wahl verzichten", sagt Buttchereyt. "Die Gemeinde muss dem Kirchenkreis dann glaubhaft versichern, dass sich trotz intensiver Bemühungen keine weiteren Interessenten gefunden haben."

Di. 24. November, 19 Uhr, Wartburghaus, Andreasstraße 2

Quelle: RP
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