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Absturz in Österreich
Mann aus Radevormwald überlebt Helikopter-Absturz

Absturz in Österreich: Mann aus Radevormwald überlebt Helikopter-Absturz
Reste des Hubschrauberwracks nahe Heiligenblut in Österreich. FOTO: imago stock&people
Radevormwald. Ein 62-jähriger Radevormwalder ist nach einem Absturz mit einem Hubschrauber in Heiligenblut schwerstverletzt am Freitagmorgen in ein Krankenhaus nach Klagenfurt gebracht worden. Der Pilot, Kunstflieger Hannes Arch, hat den Absturz nicht überlebt. Von Wolfgang Scholl

Bei einem schweren Unglück mit einem Hubschrauber ist am Donnerstagabend gegen 22 Uhr der Kunstflieger Hannes Arch gestorben. Reinhard B., ein 62-jähriger Radevormwalder, der als Passagier ebenfalls im Flugzeug saß, ist am Freitagmorgen von Rettungskräften geborgen und ins Krankenhaus nach Klagenfurt geflogen worden. Wie die Salzburger Nachrichten in ihrer Online-Ausgabe berichten, hatte der Verstorbene Proviant zur Elberfelder Hütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Barmen, gebracht.

Die Hütte ist schwer zugänglich und kann nur aus der Luft versorgt werden. Gegen 22 Uhr wollte Hannes Arch nach Salzburg zurückfliegen. Als die Maschine gegen 23 Uhr dort nicht eintraf, sind Rettungskräfte auf den Weg geschickt worden. Wegen schlechten Wetters konnte ein Hubschrauber die Stelle zwar mithilfe einer Wärmebildkamera orten, aber nicht dort landen. Notärzte, Feuerwehrleute und Spezialkräfte der Polizei brauchten zu Fuß fünf Stunden bis zur Unglücksstelle. Sie erreichten das Wrack gegen vier Uhr in der Früh. Die Gruppe hatte auch eine komplette Notfallausrüstung dabei.

Beim Eintreffen konnte der Pilot Hannes Arch nur tot geborgen werden, der Radevormwalder war in der Maschine eingeklemmt. Ein Mitglied der Gruppe bezeichnete am Freitag das Überleben des Hüttenwirtes der Elberfelder Hütte als ein Wunder. Da der 62-Jährige wegen der Schwere seiner Verletzungen nicht über Land vom Berg transportiert werden konnte, ist er am Morgen einige Stunden später, als es das Wetter zuließ, mit einem Rettungshelikopter ins Krankenhaus geflogen worden.

Der Absturz ereignete sich in etwa 2350 Metern Höhe in der Schobergruppe in den Hohen Tauern. Das Unglück muss sich kurz nach dem Start der Maschine ereignet haben. Sie zerschellte an einer Felswand. Am Freitag haben Sachverständige der Polizei und der Luftfahrbehörden die Untersuchungen an der Unglücksstelle aufgenommen. Ergebnisse zur Unglücksursache werden erst in etwa zwei Wochen erwartet.

Der 62-jährige Radevormwalder war Hüttenwart und hatte dort in den vergangenen vier Wochen ehrenamtlich einen Dienst versehen. Er war seit längerem unter anderem als Hüttenwart für den Deutschen Alpenverein tätig, berichtet der Vorsitzende der Sektion Wuppertal, Professor Andreas Schlenkhoff. Solche Einsätze würden in der Regel immer mehrere Wochen dauern. In den vergangenen Wochen hatte sich der Radevormwalder an Umbauarbeiten in der Hütte beteiligt. Ursprünglich, so hieß es, hatte der 62-Jährige am Freitag die Hütte verlassen wollen, um nach Hause zu fliegen. Vermutet wird, dass sich der Radevormwalder spontan entschlossen hat, mit dem Piloten nach Salzburg zu fliegen.

Der Pilot, der 48-jährige Unternehmer Hannes Arch, war in der Kunstfliegerszene, nicht nur in Österreich, sehr bekannt und galt deshalb als äußerst erfahrener Pilot. Er war der erste Air-Race-Weltmeister aus Europa.

Quelle: RP
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