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Radevormwald
Mans stellt sich Fragen der Unternehmer

Radevormwald: Mans stellt sich Fragen der Unternehmer
Johannes Mans und Frank Nipken stellten sich den Fragen von mehr als 60 Unternehmern aus Radevormwald. Dabei ging es vor allem um den städtischen Haushalt, die Innenstadtsanierung, die Verkehrsführung und die Schulpolitik. FOTO: moll
Radevormwald. Das Rader Unternehmer-Netzwerk (RUN) hatte zu einem Diskussionsabend eingeladen. Mehr als 60 Firmenvertreter waren gekommen und erhielten aus erster Hand auch Informationen über die wirtschaftliche Lage der Stadt Rade. Von Flora Treiber

Johannes Mans und Frank Nipken stellten sich am Donnerstag den Fragen zahlreicher Unternehmer aus Rade. Auf Einladung des Unternehmer-Netzwerkes (RUN) waren der Bürgermeister und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WFG) in die Sparkasse gekommen, um über städtischen Haushalt, Innenstadtsanierung, Verkehrsführung und Schulpolitik zu sprechen. Gekommen waren mehr als 60 Unternehmer, die im Vorfeld Fragen und Anregungen beim RUN-Team eingereicht hatten.

Mans strebt eine "erfolgsorientierte Zusammenarbeit" zwischen der Stadtverwaltung und den Unternehmern an. "Mir ist es ein Anliegen, für die Unternehmer zur Verfügung zu stehen. Wo immer wir können, werden wir sie unterstützen", sagte er. Mans ging auch intensiver auf seine Neuorientierung der Stadtverwaltung ein. "Ziel ist die Ausrichtung der Verwaltung als Dienstleistungszentrum", sagte er.

Wirtschaftsförderer und Kämmerer Frank Nipken gab den Unternehmern einen Einblick in die wirtschaftliche Situation der Stadt. "2015 haben wir mit 16 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen die höchste Einnahme überhaupt erreicht. Unsere Wirtschaftskraft ist enorm", sagte er. Übergeordnetes Ziel sei es, den Haushalt bis 2020 auszugleichen. Dass Rade als wirtschaftlicher Standort nachgefragt ist, steht für Nipken außer Frage. "Deswegen muss der Teilabschnitt fünf des Gewerbegebiets auch schneller entwickelt werden. Auf unserer Agenda für 2016 steht der Ausbau von Gewerbegebieten, der Straßenausbau und Kanalsanierungen." Damit Auszubildende, die nicht in Rade wohnen, auch zu ihrem Arbeitsplatz kommen, fordern Unternehmer eine bessere Anbindung an die umliegenden Städte. "Viele Busse fahren in den Schulferien nicht. Das ist ein großes Problem", sagte Moderator Michael Scholz vom RUN-Team. Mans führt Gespräche mit der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (OVAG) und will bis zum Start des nächsten Schuljahres ein neues Konzept für die Anbindungen in die Nachbarstädte erarbeiten.

Eine Lösung soll auch für das hohe Verkehrsaufkommen im "Nadelöhr" Hermannstraße gefunden werden. "Beim Umzug der Grundschule Stadt hatten wir Handlungsdruck. Die Verkehrssituation ist nicht optimal, stellt aber keine Gefahr für Fußgänger dar", sagte Mans. "Wir prüfen eine Verkehrsführung durch eine Einbahnstraße und arbeiten an einer Lösung."

Mit der Entstehung des Kreisverkehrs am unteren Ende der Kaiserstraße wird ab 10. Mai eine weitere Veränderung für den Verkehr umgesetzt. Die Einfahrt in die Innenstadt mit einem weiteren Kreisel vor der "Alten Post" zu erleichtern, steht nicht mehr zur Debatte. "Das war eine finanzielle Entscheidung", sagte Nipken.

Klaus Lüttgenau regte einen Austausch über die Internetversorgung der Gewerbegebiete an. "In Rade ist eine durchgängige Rate von 50 Megabyte gegeben. Für Ende 2016 plant die Telekom eine Beschleunigung im Bereich der 02195", sagte Nipken. Michael Sallmann von der IHK Köln klärte auf, dass nur ein Glasfasernetz eine zukunftsweisende Lösung ist. "Unternehmen brauchen eine symmetrische Internetleistung, um nicht nur große Datenpakete empfangen, sondern auch verschicken zu können."

Quelle: RP
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