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Radevormwald
Mans will Verwaltung umstrukturieren

Radevormwald. Der neue Bürgermeister Johannes Mans zog am Dienstag zu Beginn seiner ersten Ratssitzung nach der Vereidigung am 22. Oktober eine erste persönliche Bilanz. Die Verwaltung will er im kommenden Jahr grundlegend umstrukturieren. Von Wolfgang Scholl

Zu Beginn seiner zweiten Ratssitzung ergriff der neue Bürgermeister Dienstagnachmittag das Wort und gab einen kleinen Einblick in die ersten Wochen seiner Tätigkeit und einen Ausblick auf für ihn anstehende Aufgaben. "Ich möchte mich bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, bei den Fraktionen und auch den Vereinen für die freundliche und warmherzige Aufnahme bedanken", sagte Mans.

Er habe in diesen ersten Wochen sehr viele Eindrücke mitgenommen und auch kritisch in die Verwaltung hineingeschaut. Dabei habe er festgestellt, dass er hoch motivierte und engagierte Mitarbeiter habe. Er lobte die intensive Zusammenarbeit mit dem Beigeordneten Frank Nipken. "Ich freue mich, auch zum Teil schwierige Aufgaben in Angriff nehmen zu können", sagte Mans.

Sein Fazit: Es sei unverzichtbar, die Verwaltungsstrukturen zu verändern. Im ersten Quartal 2016 soll es die Veränderungen hin zu einer flachen Organisationsstruktur geben. Demnach soll die Dezernatstruktur aufgegeben werden für eine für die Bürger nachvollziehbare klassische Ämterstruktur. "Ich möchte den Menschen in der Verwaltung das Gefühl geben, dass sie eigenverantwortlich etwas entwickeln können. Jeder möchte Anerkennung für das, was er braucht", sagte der Bürgermeister.

Gleichzeitig fordert der neue Bürgermeister, der Ende Oktober seinen Dienst angetreten hat, dass die Verantwortung für die Kosten steigen muss - mit einer anderen Kostengewichtung. Man dürfe nicht leichtfertig die Kosten aus den Augen verlieren. "Eigenverantwortlichkeit und Kostenoptimierung sind für die Mitarbeiter die große Aufgabe", sagte Mans. Dazu nannte er als Beispiel den Bericht des Gemeindeprüfungsamtes, in dem Schülertransportkosten als viel zu hoch moniert worden sind. "Wir müssen Alternativmöglichkeiten suchen und langfristig Geld einsparen", sagte der Bürgermeister. Ein Punkt sei, dass es sehr viele städtische Flächen in Gebäuden gebe. Dieses Missverhältnis müsse man auflösen. Das sei ein schwieriger Prozess, der mittel- bis langfristig in Angriff genommen werden muss.

Ein Ziel dabei ist es, die Bauaufsicht in Radevormwald zu erhalten. "Es wäre ein historischer Fehler, die Aufgabe an den Kreis abzugeben. Anfang Januar habe ich ein Gespräch mit dem Landrat", kündigte Mans an.

Bei der Flüchtlingshilfe werde es eine konzeptionelle Umorientierung geben, weg von der reinen Verwaltung. Die Sozialarbeiter müssten vor Ort bei den Menschen sein. Das setzen wir derzeit mit dem Gebäudemanagement planerisch um", sagte Mans. Die Sporthalle II (Realschule) werde weiterhin als Puffer benötigt, auch wenn sie derzeit wieder freigeräumt würde.

Auch zur Sekundarschule äußerte sich der Bürgermeister. "Wir sollten alles tun, damit die Eltern Vertrauen gewinnen. Wir sind von dem Konzept überzeugt, eine gute Ausbildungslandschaft entwickeln zu können", sagte Mans. Weitere Aufgaben seien die Gestaltung des Stadtjubiläums "700 Jahre Rade" und die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung - mit Sicherung des Sana Krankenhauses.

Über Wülfing gebe es im Januar Gespräche mit der Bezirksregierung. "Wir brauchen Sicherheit für die Vergangenheit, um Rückforderungen in der Zukunft zu vermeiden", sagte Mans, der appellierte, neue Baugebiete zu entwickeln und zu erschließen und die Infrastruktur zu stärken. "Wir unterstützen die Unternehmen", versprach Mans und ergänzte, "ich bin zuversichtlich, dass wir Radevormwald zukunftssicher aufstellen können."

Quelle: RP
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