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Radevormwald
Martini-Gemeinde lädt zu Vortrag über Sterbehilfe

Radevormwald. In der Reihe "Kirche im Gespräch" lädt die Martini-Gemeinde für morgen, Mittwoch, 19.30 Uhr, im Gemeindehaus zum Vortrag "In Würde sterben - auch mit organisierter Beihilfe zu Selbsttötung?" ein. Referent ist Prof. Dr. Hans-Joachim Braune, Chefarzt der Abteilung Neurologie mit klinischer Neurophysiologie, spezieller Schmerztherapie und Palliativmedizin im Fachkrankenhaus der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid.

Viele Menschen fürchten sich davor, dass sie am Lebensende unnütz und einsam sind und nicht über sich selbst bestimmen können. Sie haben Angst vor Schmerzen und vor einem schwer ertragbaren Schwebezustand zwischen Leben und Tod. Sie möchten in Würde sterben. Aber wie? "Im Herbst wird der Deutsche Bundestag nach langer Debatte ein Gesetz zur Sterbehilfe verabschieden. Sehr umstritten ist die Frage, ob kommerzielle Organisationen Todkranken beim Freitod Hilfe anbieten dürfen. Ist Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid) nicht eine Erlösung von schwersten Leiden? Was ist in Deutschland erlaubt und was nicht?", fragt sich auch Pfarrer Johannes Dress von der reformierten Kirchengemeinde. Die meisten Menschen seien sogar für eine aktive Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen). Ärzte, Politiker, Ethiker und Juristen streiten darüber. Die beiden großen Kirchen sind strikt gegen alle Formen der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zur Selbsttötung. "Und wir? Was denken wir?", fragt Dress.

Der Referent will versuchen, das Thema von vielen Seiten zu beleuchten und eine christliche Orientierung zu geben. Der Eintritt ist frei. Ein Büchertisch steht bereit.

Mi. 26. August, 19.30 Uhr, Gemeindehaus, Ülfestraße.

(rue)
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