| 00.00 Uhr

Radevormwald
Mehr als 100 Schüler diskutieren Situation von Brikena Duraku

Radevormwald. Die Stufe zehn des Theodor-Heuss-Gymnasiums traf sich gestern Morgen in der großen Aula des Schulzentrums, um Solidarität zu zeigen, über die Situation von Mitschülerin Brikena Duraku zu sprechen und eine Petition zu beraten. Darin heißt es, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die minderjährige Schülerin aufgefordert hat, Deutschland bis zum 8. Dezember zu verlassen. Andernfalls drohe ihr die Abschiebung. Von Wolfgang Scholl

Lehrer und Schüler des Gymnasiums haben sich am Mittwoch (unsere Redaktion berichtete) an die Öffentlichkeit gewandt, um auf die Situation der 17-jährigen Mitschülerin Brikena Duraku aufmerksam zu machen und für sie zu kämpfen. Sie war in diesem Jahr mit ihren Eltern und ihrer 14-jährigen Schwester Sarah nach Deutschland gekommen, um dieser eine bessere Versorgung und Therapie zu ermöglichen, wird in der Petition erläutert. Nun drohe der Schülerin und den Eltern und der Schwester die Trennung. Die ältere Schwester sei eine sehr enge Bezugsperson.

Die beiden Schülerinnen Damla Akdemir und Florentina Kurtaj moderierten mit Beratungslehrer Hannes Ettwig die Veranstaltung. Dabei wurde die Situation der 17-Jährigen von mehreren Seiten beleuchtet. Da wurde die rechtliche Seite angesprochen, da wurde aber auch die menschliche Seite beleuchtet und in den Vordergrund gestellt. Damla Akdemir fragte: "Was können wir tun, damit ein minderjähriges Mädchen, ein hoch qualifizierter und schlauerer Mensch als ich nicht weggeschickt wird?"

Als Antwort gab es die Möglichkeit, eine möglist breite Öffentlichkeit auf die Familie und die Mitschülerin aufmerksam zu machen. Bis gestern Mittag hatten bereits 1499 Personen die Petition unterstützt, war auf der Homepage der Schule zu lesen. Überlegt worden ist, neben der weiteren Verbreitung im Internet auch eine Unterschriftensammlung zu organisieren. Hierzu soll es heute weitere Informationen geben.

Brikena Duraku, die den Mitschülern Rede und Antwort stand, erklärte zum Ende der Veranstaltung, dass sie sich bei den Schülern für deren Solidarität ausdrücklich bedanke und sie daran in dieser Form nicht gedacht hätte. Sie erklärte auf nachfrage auch, dass auch ihre Familie keine gesicherte Perspektive in Deutschland habe, sondern nur einen Status bis Ende Januar.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Radevormwald: Mehr als 100 Schüler diskutieren Situation von Brikena Duraku


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.