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Radevormwald
Mehr als 450 Gäste bei der Seniorenfeier

Radevormwald: Mehr als 450 Gäste bei der Seniorenfeier
Mehr als 500 Senioren mit ihren Helfern kamen gestern Nachmittag nach Önkfeld, um einen schönen Nachmittag bei Musik und Tanz zu erleben. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Senioren feiern zu Programmpunkten der Dorfgemeinschaft Önkfeld. Auch der Transport war wieder gut organisiert. Von Marion Gerdel

Volles Haus konnten die Organisatoren des städtischen Senioren-Kaffeetrinkens als Teil des Önkfelder Erntedankfestes melden. 445 Anmeldungen haben Britta Eschbach und Karola Johnen von der Ökumenischen Initiative (ÖkuIni), die das Fest maßgeblich planten, erreicht. Dank ihrer Erfahrung funktionierte nicht nur der Transport der Gäste sehr gut, egal ob per normalem Bus, Pkw oder Rollstuhlbus. Die Senioren konnten sich einen ganzen Nachmittag lang rundum verwöhnen lassen.

Pünktlich zum Beginn der Veranstaltung waren alle liebevoll eingedeckten Tische besetzt und Janik Münster von der Radevormwalder Musikschule begleitete das gemütliche Kaffeetrinken gekonnt am Keyboard. "Bisher hatten wir immer eine zünftige Kapelle, aber das war vielen Gästen, vor allem, wenn sie direkt an der Bühne saßen, zu laut", erklärte Britta Eschbach den Wechsel der musikalischen Untermalung.

Zum Önkfelder Erntedankfest ist der Montagnachmittag seit rund 40 Jahren dem Seniorenkaffeetrinken vorbehalten und erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit. Auch wenn das für die Organisatorinnen viel Arbeit ist, die bereits im Juli beginnt. Sie freuen sich immer wieder über das gelungene Ergebnis. Ein buntes Programm mit dem Bändertanz der jungen Önkfelder, der Vorstellung der Erntekönigin, den Tänzen der Önkfelder Kinder und natürlich dem Auftritt des Önkfelder Gesangvereins "Serenita" gehört jedes Jahr zur bunten Kaffeetafel. Gemeinsam mit den Gästen sang der Chor bekannte Volkslieder wie "Lustig ist das Zigeunerleben" oder "Horch, was kommt von draußen rein". Dirigiert hat die Sänger ihr Dirigent Martin Storbeck. Höhepunkt des Festes war, wie in jedem Jahr, die Frage, wer ist der älteste Teilnehmer, der den Weg ins Festzelt gefunden hat. In diesem Jahr war Gerda Koch mit 99 Jahren die älteste Besucherin und Paul Krämer mit 96 Jahren der älteste Besucher. Sie erhielten viel Applaus. Vor und während des Programms halfen zahlreiche Schüler der Realschule und ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes beider Ortsvereine bei der Bewirtung.

"Die Hilfe der Schüler ist für uns besonders wichtig", sagte Britta Eschbach, "denn die jungen Leute kommen einfach flinker durch die Tischreihen als alle anderen." Umso mehr bedauerte sie es, dass fünf der zugesagten Helfer kurzfristig abgesagt hatten. Denn der Kaffee, der wie in jedem Jahr in einer großen Gulaschkanone zubereitet wurde, fand ebenso wie der reichlich vorhandene Kuchen einen regen Zuspruch. Auch der künftige Bürgermeister Johannes Mans ließ es sich nicht nehmen, dem Erntedankfest-Nachmittag beizuwohnen. "Ich war zum Umzug am Sonntag schon da und bin sehr beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement", sagte er und ergänzte: "die Beibehaltung solcher Traditionen wie eines solchen Erntedankfestes ist mir eine Herzensangelegenheit. Und gerade solche Aktionen für die älteren Mitbürger halte ich für sehr wichtig. Denn Alter hat nicht nur etwas mit Pflegebedürftigkeit, sondern vor allem mit Lebensqualität zu tun."

Quelle: RP
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