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Radevormwald
Mehr als 6500 Gäste sehen Hundertwasser

Radevormwald: Mehr als 6500 Gäste sehen Hundertwasser
Seit November gab es auch Lichterführungen im Dunkeln durch die Hundertwasser-Ausstellung, die auf große Resonanz stießen. FOTO: nico Hertgen (Archiv)
Radevormwald. Die Erwartungen wurden weit übertroffen: Am Sonntag öffnete die Ausstellung in Dahlerau ein letztes Mal. Von Flora Treiber

Am Sonntag öffnete die Hundertwasser-Ausstellung zum letzten Mal ihre Türen, nachdem sie Mitte August in den Räumen des Gewerbeparks Bartels eröffnet wurde. Eigentlich sollte die Ausstellung nur bis November gehen, aber dank der guten Resonanz wurde sie bis Januar verlängert.

Kerstin Rupin-Friedrichs von der Galerie Edition F, dem Partner der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), ist mit den Besucherzahlen der vergangenen Monate mehr als zufrieden. "Bis Ende November haben wir mehr als 5000 Besucher gezählt", sagt sie und schätzt die Gesamtzahl der Besucher auf mehr als 6500. "Den Erfolg haben wir dem Team vor Ort zu verdanken. Die Helfer haben Führungen organisiert und die Besucher begeistert. Durch dieses Engagement ist eine richtige Energie entstanden. Damit habe ich im August nicht gerechnet und bin dankbar für den Einsatz", sagte Rupin-Friedrichs.

Allein am vergangenen Sonntag verbuchte die Ausstellung knapp 300 Kunstbegeisterte. "Nach Weihnachten wurden wir überrannt und haben bis zu sechs Führungen an einem Tag angeboten. Das war verrückt", sagt die Organisatorin.

Gestern führte Ulrich Kühn die letzten Besucher durch die Ausstellung, die am finalen Tag noch einmal zahlreich erschienen waren. Kühn war in den vergangenen Monaten Teil des Hundertwasser-Teams, das durch Wolfgang Björnskow, Harald Fennel, Julica Schwenkhagen, Angelika Langefeld und Natalie Kloppert vervollständigt wurde. Sie haben Führungen entwickelt, die Dunkelführung ins Leben gerufen und viele Erinnerungsstücke wie Kalender oder Postkarten erfolgreich verkauft.

Veronika Brüggestrath war gestern gespannt auf die Ausstellung und begeistert von dem Standort. "Die Lage ist toll, weil sie ruhig und idyllisch, aber trotzdem gut zu erreichen ist. Ich bin darauf aufmerksam geworden, als ich an einer Draisinen-Fahrt teilgenommen habe", sagte die Wuppertalerin.

Der Standort an der Wupper hat sich in dem vergangenen halben Jahr als Ort für kulturelle Angebote bewährt. "Die Räume waren auch für uns eine neue Erfahrung und ein Experiment. Mit der Kombination aus einem guten Angebot und Werbung über die Stadtgrenzen hinaus, funktioniert der Standort erstaunlich gut", sagte die Ausstellungsleiterin. Rupin-Friedrichs will diese Erfahrung auch für künftige Veranstaltungen nutzen und ausbauen. Das Potenzial sei noch längst nicht erschöpft.

Ursula Strutz ist seit vielen Jahren von Friedensreich Hundertwasser begeistert und wollte sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. "Als ich mitbekommen habe, dass die Ausstellung verlängert wurde, habe ich meine Chance erkannt", sagt sie. Gemeinsam mit ihren Freundinnen besuchte sie erst das Wülfing-Café und im Anschluss die Galerie. "Ich bin gespannt auf die Kombination aus Kunstwerken, Fotos und den tiefen Einblicken in sein persönliches Leben", sagt die Besucherin.

Abgebaut wird die Ausstellung in einer Woche, um dann mit den Vorbereitungen für die folgende Ausstellung zu beginnen. "Wir lassen es ruhig angehen und gönnen den Kunstwerken vor dem Abbau eine kleine Verschnaufpause", sagt Rupin-Friedrichs.

Quelle: RP
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