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Haupt- und Finanzausschuss
Mehr Geld für Kita-Neubau in Radevormwald genehmigt

Haupt- und Finanzausschuss: Mehr Geld für Kita-Neubau in Radevormwald genehmigt
Die Elektrik im unteren Bereich der GGS Stadt, auch dort, wo früher die VHS-Küche drin war, muss erneuert werden. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Radevormwald. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwoch die von der Verwaltung beantragten Mehrausgaben für den Bau der Kita unter der Grundschule Stadt in Höhe von 310.000 Euro bei einer Enthaltung genehmigt. Von Wolfgang Scholl

Die Stadtverwaltung kann damit für den Umbau des Untergeschosses an der Carl-Diem-Straße die Verteilerküche (60.000 Euro), die Erneuerung der Stromverteilung (120.000 Euro) und die Erneuerung der Fensterfront zum Spielplatzaußengelände (etwa 120.000 bis 130.000 Euro) in Auftrag geben.

Bürgermeister Johannes Mans begründete die zu niedrigen Vorplanungskosten mit dem hohen Planungsdruck für das Projekt. Der Stadt hatten sich nach Gesprächen mit Vertretern der Bezirksregierung die Möglichkeit eröffnet, einen Förderantrag über eine Höhe von 60 Prozent der Kosten zu stellen. Dafür sei im vergangenen Jahr aber unter der Regie des damaligen Amtsleiters Sönke Eichner eine schnelle, fristgebundene Antragstellung nötig gewesen. Auch für die jetzigen Mehrausgaben hat ein Vertreter des Fördergebers in einem Gespräch eine Übernahme von 60 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt, berichteten der Beigeordnete Frank Nipken und Ulrich Dippel, der Leiter des Technischen Bauamtes.

Einen entsprechenden Antrag habe die Stadtverwaltung bereits gestellt. "Wir planen erst einmal aber so, als ob wir keine Fördermittel erhalten", hatte Nipken vor der Entscheidung erläutert. Ulrich Dippel erwartet bei den Bauabschnitten jetzt keine weiteren Fallstricke mehr. Ausschließen könne er das aber nicht. Auf Anfrage von Klaus Steinmüller (UWG) erklärte der Beigeordnete, dass der städtische Anteil beim Bau der Kita derzeit bei etwa 360.000 Euro liege und nach der Verteuerung Kosten zwischen 400.000 und 500.000 Euro insgesamt für die Stadt geschätzt würden - wenn es die weitere Förderung des Landes gibt. Insgesamt läge der städtische Ansatz laut Mans durch die Beteiligung an dem Modellprojekt einer räumlichen Verbindung von Kita und Grundschule damit weiter unter der Summe, die ein normaler Kita-Neubau die Stadt gekostet hätte.

Die Deckung der höheren Baukosten ist möglich durch eine Verschiebung von Ausgaben aus dem städtischen Haushalt in folgende Jahre (Ausbau Bahnstraße und Erneuerung von Pumpstationen) und durch geringere Ausgaben. Die Stadt hat beim Straßenbau und beim Kanalbau für das Neubaugebiet an der Jahnstraße (Jahnplatz) nach der Ausschreibung 135.000 Euro weniger ausgegeben, als sie es noch vor einiger Zeit geplant hatte.

Bezweifelt wurde die Höhe der Kosten für den Einbau einer "Verteilerküche". "Der Landschaftsverband, der die Kita genehmigt, hat uns diese Auflagen gemacht. Wir bauen nicht im Bestand, sondern neu und da gelten die neuesten Bestimmungen", sagte Dippel. Die Fensterfront ziehe man jetzt vor, weil eine Erneuerung in den folgenden Jahren unumgänglich gewesen wäre, erläuterte Dippel zusätzlich.

Quelle: RP
 
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