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Radevormwald
Mehr Technische Hilfeleistungen erbracht

Radevormwald: Mehr Technische Hilfeleistungen erbracht
Ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Verletzten ereignete sich Anfang Oktober 2017 auf der B 483 kurz hinter dem Kreisverkehr Rädereichen. Ein 63-jähriger Autofahrer war mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und in den Gegenverkehr geraten. Auch hier war die Feuerwehr im Einsatz. FOTO: Flora treiber (archiv)
Radevormwald. Die Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehr zeigt einen Anstieg der Technischen Hilfeleistungen. Bei der Jahresdienstbesprechung appellierte der Wehrführer an die Politik, für die fünfte hauptamtliche Stelle zu sorgen. Von Flora Treiber

2017 war ein ereignisreiches Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Radevormwald. Bei der Jahresdienstbesprechung am Freitagabend warf Wehrführer Wilfried Fischer mit seinen Kameraden und Gästen einen Blick auf die Einsatzstatistik des vergangenen Jahres. Insgesamt 95 Technische Hilfeleistungen leistete Feuerwehr. Grund für die hohe Anzahl waren extreme Wetterlagen. "Je mehr Stürme wir haben, desto größer wird der Bedarf an Technischen Hilfeleistungen. Das wird sich in den kommenden Jahren verstärken", sagte Fischer. Zu Technischen Hilfeleistungen zählen auch Einsätze nach Verkehrsunfällen, bei denen Menschen aus Autos gerettet werden. Besonders ist Fischer der Autounfall in Erinnerung geblieben, der sich im Oktober auf der Bundesstraße zwischen Rädereichen und Hückeswagen ereignet hat. "Wir mussten die Unfallpersonen aus ihren Autos herausschneiden. Das ist uns gelungen." Neben Technischen Einsätzen hat die Freiwillige Feuerwehr 2017 40 Brandeinsätze verbucht. Die Brände in der Industrie- und Tuchstraße gehörten zu spektakulärsten. "Beide Brände wurden durch Akku-Ladegeräte verursacht. Das Feuer in der Industriestraße hatte sich nicht auf das Wohnhaus ausgebreitet, weil es eine Sicherheitstür zwischen Garage und Haus gab", sagt Fischer. Er nutzte dieses Beispiel, um auf die Wichtigkeit von Brandschutz in Wohnhäusern einzugehen. Brandmelder gibt es mittlerweile in jedem Haus und in jeder Wohnung, allerdings hat diese Verordnung zu einem Anstieg im Bereich der Fehleinsätze geführt, der mit 40 Einsätzen auf gleicher Ebene mit den tatsächlichen Brandeinsätzen liegt. Ralf-Udo Krapp, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, forderte in seiner Ansprache: "Unsere Bürger müssen das Piepen einer leeren Batterie von dem einer tatsächlichen Warnung unterscheiden können. Die Fehleinsätze müssen reduziert werden." Wilfried Fischer appellierte wiederum an die Kommunalpolitik. Nicht nur im Bezug auf den nächsten Brandschutzbedarfsplan, in dem "die fünfte hauptamtliche Stelle der Feuerwehr hoffentlich berücksichtigt" werde, sondern auch, was Einsätze im Zusammenhang mit Ölspuren angeht. "Ich rede nicht von Verkehrsunfällen, bei denen Öl ausläuft, sondern über kleine Ölspuren, die gesichert und abgestreut werden müssen. Das sind eigentlich keine Einsätze für die Feuerwehr, sondern für den Betriebshof."

Die Einsatzstatistik umfasst außerdem 18 Brandschauen, 14 Brandschutzerziehungen sowie 38 Brandsicherheitswachen. Die technische Ausrüstung der Feuerwehr und der Fahrzeugbestand wird dieses Jahr um einen Gerätewagen Logistik sowie einen Rüstwagen aufgestockt. Das Pilotprojekt "FeuerweEHRENsache" zur Fahrzeugtechnik habe 2017 gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr am Standort im Industriegebiet einen komprimierten, aber vollwertigen Einsatzwagen braucht. "Wir haben ein Fahrzeug drei Monate lang an diesem Standort getestet und gesehen, dass es viel bringt", sagte Fischer. Momentan stehe im Industriegebiet nur ein Personenwagen, der die Einsatzkräfte zu den Wachen oder direkt zum Einsatzort bringt.

Die Jahresdienstbesprechung wurde von dem Musikzug der Feuerwehr, zum ersten Mal unter der Leitung von Federico Ferrari, unterstützt.

Quelle: RP
 
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