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Radevormwald
Millionen für die Krankenhaus-Radiologie

Radevormwald: Millionen für die Krankenhaus-Radiologie
Der Anbau an das Sana Krankenhaus ist nur von der Seite des Altenheims sichtbar. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Im September kommenden Jahres soll die moderne radiologische Station im Sana Krankenhaus eröffnet werden. Im Untergeschoss ist der ehemalige Therapiebereich entkernt. Auf dem Außengelände direkt nebenan entsteht ein Anbau. Von Wolfgang Scholl

Die Sana AG investiert weiter in das Radevormwalder Krankenhaus. Mit einem Aufwand in Millionenhöhe wird eine neue radiologische Abteilung gebaut. Dort wird es ab September 2016 modernste Röntgengeräte, Computertomografen und einen MRT-Bereich (Magnet-Resonanz-Tomografie) geben, berichtet Detlef Röbke, Kaufmännischer Leiter des Sana Krankenhauses in Radevormwald.

Sichtbar werden diese Bauarbeiten durch den großen Baukran auf dem Gelände und die Baucontainer auf dem Rasen zwischen Krankenhaus und Johanniter-Altenheim. Mit einer Fläche von 300 Quadratmetern entsteht im Untergeschoss des Krankenhauses auf der Seite zum Parkplatz ein Anbau. Er ist verdeckt von Bäumen und Sträuchern und nur von einer Raucherecke aus zu sehen. Die Gesamtinvestition beträgt etwa 4,5 Millionen Euro.

Verbunden werden diese 300 Quadratmeter mit weiteren 400 Quadratmetern des alten Therapiebereiches. In den vergangenen Wochen sind das alte Schwimmbecken, die Umkleidekabinen und andere Teile der Physiotherapie für die neue radiologische Station abgebaut und abgerissen worden. Das hat in Teilen des Krankenhauses auch zu etwas Lärm geführt. "Wir hoffen, dass dieses jetzt erledigt ist", sagt Röbke. Die Arbeiter hätten versucht, in den Zeiten zu arbeiten, in den eine Etage drüber nicht operiert wurde. Rückmeldungen über den Lärm erhielt das Krankenhaus auch bei der Patientenbefragung nach einem stationären Aufenthalt. "Wir versuchen, in solchen Situationen immer möglichst zeitnah und umfassend zu reagieren. Meistens gelingt da s auch", sagt der Medizinische Direktor, Dr. Reinhold Hikl.

Ob zu einem späteren Zeitpunkt der OP-Bereich auf der Eingangsebene noch einmal erweitert wird, steht noch nicht fest. "Statisch ist der neue Anbau aber so ausgelegt, dass noch ein Geschoss für den OP-Bereich aufgesetzt werden könnte", sagt Detlef Röbke. Der Physiotherapiebereich an zentraler Stelle wird heute nicht mehr benötigt. "Wir arbeiten vornehmlich dezentral auf den Stationen, an Stellen, wo die Physiotherapie gebraucht wird", sagt Röbke.

Für die Patienten gibt es durch Um- und Anbau keine medizinischen Einschränkungen. Röntgengeräte und der CT-Computer können bis zum letzten Tag und theoretisch auch darüber hinaus genutzt werden, MRT-Untersuchungen finden bis September weiter in Remscheid statt. Da die Radiologische Abteilung, die von der Sana-Tochter RNR aus Leverkusen betrieben wird, eine Etage nach unten wandert, kann oben so lange gearbeitet werden, bis die neuen Geräte unten eingeschaltet worden sind. Die ehemalige Radiologie-Fläche soll demnächst zu Büroräumen umgebaut werden. "Da haben wir noch Bedarf", sagt Detlef Röbke.

Seit der Übernahme hat die Sana AG an zahlreichen Stellen im Krankenhaus investiert. Nächstes Projekt könnte die Renovierung des 1979 gebauten Anbaus (Station I) sein. Da müsse aber erst einmal gesehen werden, wie sich die Finanzierung gestaltet. Kleinere Renovierungen wie im Eingangsbereich würden sukzessive in Angriff genommen, sagt der kaufmännische Leiter.

Quelle: RP
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