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Radevormwald
Mit "Blaulichttag" ums Ehrenamt werben

Radevormwald: Mit "Blaulichttag" ums Ehrenamt werben
Eine Löschübung wie die der Kinderfeuerwehr von Önkfeld kann es in der Stadt nicht geben, trotzdem präsentieren sich auch die Mitglieder der Kinderfeuerwehr am "Blaulichttag". FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Radevormwald. Die Radevormwalder Mitglieder der ehrenamtlichen Hilfsorganisationen Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft möchten neue Mitglieder werben und präsentieren sich deshalb am 30. Juli. Von Flora Treiber

Mit einem großen "Blaulichttag" treten die "Lebensretter" der Stadt am 30. Juli in der Innenstadt gemeinsam auf. Die vier Organisationen wollen nicht nur um neue Mitglieder werben, sie wollen der Bevölkerung auch ihre Tätigkeitsbereiche, Gruppen und Aufgaben vorstellen.

Die Freiwillige Feuerwehr, der Ortsverein der DLRG und die beiden Ortsverbände des Deutschen Roten Kreuz aus Radevormwald und Dahlhausen werden sich am Samstag, 30. Juli, von 11 bis 16 Uhr vom Markt bis zum Schlossmacherplatz zeigen und Zuschauer zu verschiedenen Aktionen einladen und sie auch einbinden.

Die Feuerwehr will einige ihrer Spezialfahrzeuge auf dem Schlossmacherplatz ausstellen und erklären. "Es besteht ein großer Aufklärungsbedarf. Außerdem wollen wir zeigen, wie vielfältig und bedeutsam unsere Arbeit ist und wie man sich einsetzen kann", sagt Wehrführer Wilfried Fischer. Er will nicht nur Quereinsteiger für die Feuerwehr gewinnen, sondern in erster Linie Kinder und Jugendliche. Die sollen von Gleichaltrigen, Mitgliedern der Kinder- und Jugendfeuerwehr, für das Ehrenamt begeistert werden.

"Wir organisieren kleinere Löschübungen im stündlichen Takt und geben einen Einblick in unsere Abteilungen", sagt Stadtbrandinspektor Torsten Kleinschmidt. Wilfried Fischer ist es wichtig, den Tag zur Aufklärung zu nutzen und die enge Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen abzubilden. "Bei einem größeren Unfall oder Brand arbeiten wir Hand in Hand. Nachdem wir Menschen gerettet oder Brände gelöscht haben, geht die Arbeit für das DRK oft erst richtig los." Manfred Kaiser (Rade) und Ralf Feldhoff (Dahlhausen) vom DRK zeigen mit ihren Teams Erste-Hilfe-Übungen und klären über den Umgang mit Verletzten auf. "Wir bieten die Möglichkeit, uns und das Team kennenzulernen", sagt Manfred Kaiser, Vorsitzender des DRK Rade. Jörg Weber ist Vorsitzender der DLRG und bringt zum Blaulichttag so viele Mitglieder wie möglich mit. Das sind momentan etwa 350. "Wir werden unser Rettungsboot mitbringen, unser Equipment erklären und Trockenübungen zeigen", sagt Weber. Die freiwillige Wasserrettungsorganisation kommt im Sommer oft zum Einsatz, um die Badesaison (Bever-Talsperre) zu sichern und Sanitätsdienste zu leisten. "Schön ist, dass für jeden etwas dabei sein könnte. Wer bei der Feuerwehr keine Leitern besteigen will, kann sich in der DLRG oder im DRK einbringen", sagt Fischer.

Er hatte die Idee zu diesem ersten "Blaulichttag". Entlang der Kaiserstraße werden Aktionszelte aufgebaut. Für die Verpflegung wird mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, Waffeln und anderen Spezialitäten gesorgt. Nach dem Wochenmarkt will die Feuerwehr auch den Marktplatz mit einbeziehen und mit den Fahrzeugen an den Kopf der Kaiserstraße fahren.

Das Jubiläum zu "700 Jahre Radevormwald" sieht Fischer als richtigen Zeitpunkt an, um gebündelt auf die ehrenamtlichen Rettungs- und Hilfsorganisationen aufmerksam zu machen denn die ehrenamtlichen Mitglieder retten in ihrer Freizeit Leben und Eigentum.

Damit diese Arbeit aufrecht erhalten werden kann, sind neue Mitglieder wichtig. "Ohne Nachwuchs funktioniert das System eines Tages nicht mehr. Wir hoffen auf viele Besucher, die das Ehrenamt als Hobby und Weiterbildungsmöglichkeit für sich entdecken", sagt Fischer.

Nach dem öffentlichen Tag wollen sich die Mitglieder bei einer "Blaulichtparty" besser kennenlernen und den Tag gemeinsam ausklingen lassen.

Quelle: RP
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