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Radevormwald
Mit Oldtimer-Mopeds durch die Region

Radevormwald: Mit Oldtimer-Mopeds durch die Region
Mit alten Zweirad-Schätzchen machte sich diese Gruppe auf den Weg durch die bergische Region. Zweirad-Oldtimer haben den Vorteil, dass man an ihnen noch selbst "schrauben" kann. FOTO: Marion Gerdel
Radevormwald. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und die IG Bismarck hatten zum zweiten Mal zu einer Oldtimer-Tour und einer E-Bike-Ausfahrt über Hückeswagen und Wipperfürth mit Start und Ziel an der Schlossmacher Galerie eingeladen. Von Marion Gerdel

Zweirad-Oldtimerfans kamen am Sonntag in Rade, Wipperfürth und Hückeswagen auf ihre Kosten. Vormittags trafen sich Freunde alter Fahrzeuge auf dem Parkplatz an der Poststraße, um 25 Oldtimerfahrzeuge zu bewundern, die sich dort mit E-Bikern zum Start der von der IG Bismarck organisierten E-Bike-Tour versammelt hatten. Die Organisatoren, Lothar und Dieters Kasper, Dieter Ickler und Hartmut Behrensmeier von der IG-Bismarck sowie Heike Ueberall und Michael Langenau von der WFG trotzten den eher widrigen Wetterbedingungen.

Die Motorradfahrer standen dem vorausgesagten Regen gelassen gegenüber. So sagte Gerhard Schlüter, der mit seiner NSU Quick (Baujahr 1952/3 PS) mitfuhr: "Das Wetter ist doch egal. Wir ziehen die Regenjacke an." Wie viele der anderen motorisierten Teilnehmer liebt er die Oldtimer, weil man bei ihnen im Reparaturfall selber Hand anlegen kann. "Das geht bei modernen Maschinen gar nicht mehr", sagte er. "Außerdem erlebt man beim Fahren viel mehr. Man sieht mehr, weil man nicht so schnell unterwegs ist und beim Stopp ergeben sich viele Gespräche, weil jeder etwas wissen möchte, oder einmal draufsitzen."

Aussagen, denen sich Mike Vorberg anschließt. Er fuhr das einzige Bismarck-Motorrad. Seine LM 125K, Baujahr 1950 mit 4,5 PS hat er extra für die Tour fit gemacht. "Eigentlich fahre ich lieber mit vierrädrigen Oldtimern", sagte er, "aber ich mache hier mit, weil es eine Rader Aktion ist. Und so etwas unterstütze ich gern. Auch im Regen."

Ein ganz besonderer Hingucker war ein altes Miele-Motorrad. Die K52, Baujahr 1959, musste mit ihren 1,6 PS nicht nur den Fahrer Manfred Mischker, sondern auch seine Sozia, Petra Metzer, über die Steigungen der Rundfahrt bringen. Eine Hochleistungsaufgabe für das Zweirad, das bei jedem Zwischenstopp gebührend gewürdigt wurde. Während Michael Langenau die Gruppe der Oldtimer geschlossen über die Rundstrecke führte, übernahm Jürgen Schreiber die gleiche Aufgabe für die E-Bike-Fahrer. Ein Service, den alle gerne genossen, obwohl die Strecke gut ausgeschildert war.

Wie die Motorradfahrer hatten auch die E-Biker trotz des Wetters viel Spaß an der Veranstaltung. Allen voran Helmut Stoffel, mit 82 Jahren der Älteste. "Für mich ist das E-Bike eine gute Alternative. Die verbreitete Theorie, dass diese Räder gefährlich sind, halte ich für Blödsinn", sagte der erfahrene Radfahrer. "Man fährt nur so schnell, wie man trampelt, hat aber mit der technischen Unterstützung die Möglichkeit, Strecken zu fahren, die man sonst nicht schaffen würde. Steigungen haben keinen Schrecken mehr." Das können auch Heinz Seifert und Christina Ruprecht unterschreiben. Sie waren mit ihrem Enkel Benedikt (zwei Jahre alt), der im Kindersitz auf Opas Fahrrad mitfuhr, unterwegs. "Wir haben keine Angst mehr vor bergigen Strecken", sagten sie. "Die Technik halten wir für sicher, denn sie funktioniert so, dass sie uns nur bis 25 km/h unterstützt. Sollten wir schneller fahren wollen, geht das dann nur noch mit reiner Muskelkraft."

Dass die E-Bikes so viele Anhänger im Bergischen gefunden haben, begrüßt auch Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski. Er empfing die Zweiradfahrer und alle Oldtimerfans beim Zwischenstopp in seiner Stadt mit einer kleinen Stärkung. "Die neue Zweiradkultur verbindet die Städte Rade, Wipperfürth und Hückeswagen. Berg und Tal können nun spielend überwunden werden. E-Bike-Fahren bedeutet Mobilität für Jedermann", sagte er. Über Hückeswagen ging es zurück zur Poststraße.

Quelle: RP
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