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Radevormwald
Morgen Gespräch über Wülfing-Sanierung

Radevormwald: Morgen Gespräch über Wülfing-Sanierung
Die statischen Daten liegen inzwischen vor, die Fußgängerbrücke soll trotz Wülfing-Baustopps erneuert werden. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Vertreter der Stadt und der Bezirksregierung wollen über die zukünftige Ausrichtung der Entwicklung bei Wülfing sprechen. Von Wolfgang Scholl

Seit einiger Zeit gibt es für die Sanierung des städtischen Anteils des Wülfing-Geländes in der Textilstadt Dahlerau einen Baustopp. Trotzdem wird es noch in diesem Jahr zwei weitere Bauprojekte geben. Ulrich Dippel, Leiter des technischen Bauamtes, berichtet über zwei Projekte.

Die alte Fußgängerbrücke nahe des Parkplatzes an der Wupperstraße muss ausgetauscht werden. Bisher fehlten einige prüfstatische Daten. "Diese sind inzwischen aber eingetroffen", berichtete Dippel in der Sitzung des Bauausschusses. Einige Teile der Brücke sind bereits vorgefertigt, so dass Dippel davon ausgeht, dass die alte Brücke noch in diesem Jahr abgerissen und die neue aufgesetzt wird. Die Arbeiten werden von der Seite der Wupperstraße ausgeführt, berichtete Dippel weiter. Gearbeitet werden kann mit Hilfe eines Krans.

Die Fundamente für den neuen Zaun am Obergraben sind gesetzt. Der Zaun wird derzeit gefertigt. FOTO: Wolfgang Scholl

Die zweite Baustelle liegt am Obergraben, an der Verbindung zwischen der Einfahrt und der Durchfahrt zum hinteren Teil des Wülfing-Geländes. Der alte Zaun muss auf einem großen Stück erneuert werden. Inzwischen sind die Fundamente für den Aufbau in den Boden gesetzt, das Geländer wird derzeit als Sonderanfertigung produziert, berichtete Ulrich Dippel. Wann es montiert wird, steht noch nicht fest.

Über die weitere Entwicklung des städtischen Gebäudes und der anderen Teile, die im Eigentum der Stadt stehen, soll es morgen ein weiteres Gespräch mit Vertretern der Bezirksregierung in Köln geben. Ziel sei es, die Arbeiten als Teil der Regionale 2025 anzusehen. Hierzu hat es in den vergangenen Tagen bereits ein Gespräch zwischen Bürgermeister Johannes Mans und Regierungspräsidentin Gisela Walsken gegeben. "Ich habe erklärt, dass wir das so nicht akzeptieren können", sagte der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern. Verständnis hat er derzeit für eine gewisse Schockstarre in den überörtlichen Behörden. Das hänge mit dem Wechsel der Landesregierung zusammen.

Mans erklärte auch, dass Wülfing 2.0 - für Wülfing 1.0 werden derzeit noch Abrechnungen erstellt - einen komplett neuen Antrag bedeuten würde. "Man hat uns in Aussicht gestellt, dass wir diesen neuen Antrag stellen können und es dafür eine positive Grundstimmung gibt", erklärte Mans. Die Folge einer solchen Regelung ist, dass die alten Bewilligungsbescheide nicht mehr abgearbeitet werden und nicht mehr übertragbar sind. Damit müssten auch die finanziellen Förderungen und auch deren Höhe neu ausgehandelt werden.

Vorteil dieser Variante könnte sein, dass die Stadt neue Nutzungsvarianten für die städtischen Gebäude aufzeigen und dadurch die Nutzung des Hauses vielleicht verbessert werden kann. In dem großen Gebäude stehen weiterhin große Teile auf mehreren Etagen leer. "Es wird eine komplett neue Förderkulisse eröffnet", sagte der Bürgermeister.

Karl-Heinz Fischer (CDU) wies darauf hin, dass es noch die Schäden am Dach des großen Komplexes aus früheren Baumaßnahmen gebe und die Frage der Statik offen sei. Der Vergleich ist noch nicht besiegelt. Erst danach könne man zum Beispiel die Schadensregulierung abarbeiten.

Quelle: RP
 
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