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Radevormwald/Hückeswagen
Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf B 483

Radevormwald/Hückeswagen: Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf B 483
Das ausgebrannte Motorrad liegt auf der L 101. FOTO: radermacher
Radevormwald/Hückeswagen. In Linde zwischen Rade und Hückeswagen prallte gestern Nachmittag ein Fahrer aus Herne gegen einen Baum und starb. In Dreibäumen war ein Kradfahrer beim Überholen frontal gegen ein Auto geprallt und schwer verletzt worden. Von Sebastian Radermacher, Flora Treiber und Joachim Rüttgen

Der Herbstsonntag mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von fast 20 Grad wurde gestern von mehreren schweren Unfällen überschattet. Gegen 13.53 Uhr erreichte die Polizei ein Notruf von der B 483 zwischen Rade und Hückeswagen auf Höhe Linde. Dort war ein 58-jähriger Motorradfahrer aus Herne in einer langgezogenen Rechtskurve aus ungeklärten Gründen vor einen Baum geprallt. Der Mann wurde durch die enorme Wucht des Aufpralls auf den gegenüberliegenden Grünstreifen geschleudert und starb.

Zwei nachfolgende Motorradfahrer versuchten als Ersthelfer, den Mann zu reanimieren, gaben aber schnell auf, weil sie keine Chance hatten, berichtete die Polizei. Die Beamten äußerten die Vermutung, dass der 58-Jährige in der Rechtskurve eventuell zu schnell unterwegs war. Bei der Unfallaufnahme stellte sich außerdem heraus, dass der Mann aus Herne möglicherweise zu einer Probefahrt mit einem fremden Motorrad ins Bergische aufgebrochen war.

Die Unfallstelle an der B 483 zwischen Rade und Hückeswagen auf Höhe der Ortschaft Linde: Hier verunglückte der 58-jährige Motorradfahrer tödlich. FOTO: Treiber

Die Bundesstraße 483 blieb bis in den frühen Abend gesperrt, weil zusätzlich ein Sonderermittlungsteam an die Unfallstelle gerufen wurde, um den Hergang des Unglücks zu rekonstruieren. Es bildeten sich in beide Richtungen längere Staus.

Kurz vor diesem tragischen Unfall war bereits ein Alarm bei der Feuerwehr Hückeswagen eingegangen: Um 12.54 Uhr hieß es: "Motorrad brennt nach Verkehrsunfall in Dreibäumen." Vier Minuten nach dem Alarm war das erste Fahrzeug der Feuerwehr vor Ort an der Unfallstelle, berichtete Thomas Schmitz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hückeswagen. Zu dem Zeitpunkt sei der Rettungsdienst bereits vor Ort gewesen und habe den schwer verletzten Motorradfahrer aus Leichlingen behandelt.

Was war genau passiert? Nach bisherigen Erkenntnissen war der 54-jährige Kradfahrer auf der Landstraße von Wermelskirchen kommend in Richtung Hückeswagen unterwegs. Etwa 200 Meter hinter der Einfahrt zum Golfplatz Dreibäumen, auf Hückeswagener Stadtgebiet, setzte der Mann laut Aussagen von Zeugen vor Ort zu einem Überholvorgang an. Dabei übersah er wohl ein entgegenkommendes Auto. Beide Fahrer konnten einen Zusammenprall nicht mehr verhindern. Der Biker wurde durch die Wucht des Aufpralls auf die Straße geschleudert, das Motorrad ging sofort in Flammen auf.

In dem Auto saß eine vierköpfige Familie. Die Insassen standen nach dem Unfall unter Schock und wurden durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes betreut. Der Motorradfahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Das Motorrad brannte komplett aus, die Feuerwehr löschte die Flammen schließlich mit einem Wasser-Schaum-Gemisch, erklärte Einsatzleiter Thomas Schmitz. Auch das Auto wurde erheblich demoliert, es musste abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme blieb die Landstraße über Stunden gesperrt. Wie viele Motorradfahrer gestern auf den Straßen im Bergischen Land unterwegs waren, wurde während der Unfallaufnahme in Dreibäumen mehr als deutlich: Innerhalb von knapp einer Stunde fuhren hunderte Motorradfahrer bis zur Vollsperrung an die Unfallstelle heran, drehten dann um und fuhren wieder zurück in Richtung Wermelskirchen.

Quelle: RP
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