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Radevormwald
Musikalischer Brückenschlag im Frühling

Radevormwald. Volkslieder und Verse in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache verschmolzen beim von der Gleichstellungsbeauftragten Juliane Dyes und Sängerin Romina Klotz organisierten Frühlingskonzert zu einem harmonischen Ganzen. Samstagnachmittag erlebten Musikbegeisterte im Bürgerhaus, welch' unterschiedlichen Facetten Harmonie hat. Beim Frühlingskonzert war der Schmelzpunkt des Miteinanders akustisch fühlbar. Sanft klingende Melodien, fließende Versreime und schöne Stimmen flossen als Einheit ans Ohr der Zuhörer. Wenngleich diese nur sehr spärlich erschienen waren, und auch nicht alle angekündigten Akteure auf der Bühne standen, tat dies diesem außergewöhnlichen Konzert qualitativ keinen Abbruch.

Ziel war ein Brückenschlag verschiedener Kulturen und Staaten. Es gelang auf Anhieb, und einmal mehr zeigte sich Musik als ein herrliches Verbindungsteil zweier Komponenten. Juliana Dyes ließ es sich als Mitorganisatorin nicht nehmen, die Gäste auf das Konzert mit einem Liedertext in deutscher Sprache einzustimmen. "Grundlos vergnügt" hieß der Wortlaut rund ums Thema Natur, später auch gesungen in ukrainischer Sprache. Romina Klotz sang das Lied mit ihrer schönen Mezzo-Sopran-Stimme. Die seit 17 Jahren in Rade lebende Hobbysängerin trug später weitere Verse und Volkslieder ihrer Heimat vor. Teils wurde sie wie ihre Gesangsschwester Elena Kotchmarik von zarten Gitarren- und Klaviertönen begleitet. Oleg Guitelmann zeigte sein Können als Gitarrist. Einige der Stücke hatte er selbst komponiert und getextet. So auch das Lied "Neujahr", das er selber sang und von Romina Klotz und Elena Kotchmarik leise stimmlich untermalt wurde. Emma Nittin spielte auf dem Flügel dazu. Das Lied spiegelte akustisch den Abschied vom alten Jahr wieder und setzte mit schnelleren Rhythmen den Neubeginn eines folgenden Jahres in Szene.

Die Akteure auf der Bühne aus ganz verschiedenen Nationen hatten sich als Motto für das Konzert "Freude sei mit Dir" ausgesucht. Der Titel versprach ein Miteinander, das die Künstler auch musikalisch umsetzten. Die Zuhörer konnten bei den sanft oder sehnsuchtsvoll klingenden Liedern die Seele baumeln lassen und entspannen. Die heimatlichen Lieder und die Literatur sollten als Weg zur Integration verstanden werden. Da wurde ein uraltes ukrainisches Volkslied zu einem stimmungsvollen Schlusspunkt des gelungenen Konzertes.

(sig)
 
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