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Radevormwald
Nach Schmierereien zeigt Polizei wieder mehr Präsenz

In den vergangenen Wochen sind wieder vermehrt rechtsradikale und antisemitische Schmierereien an öffentlichen und privaten Wänden in den Wupperorten aufgetaucht. Armin Barg hatte dieses Problem bereits während der letzten Versammlung des Vereins "Runder Tisch gegen Rechts" angesprochen. "Wir planen in Kürze eine Reinigungsaktion, um ein Zeichen zu setzen und den Opfern unser Mitgefühl auszusprechen", sagte Barg. Die Beschmutzungen, für die noch kein Täter zur Rechenschaft gezogen werden konnte, waren auch Thema der Bürgerversammlung.

"Wir brauchen eine höhere Polizeipräsenz", forderten mehrere Bewohner. Rolf Schäfer relativierte die Sorgen der Bürger. "Angst braucht hier keiner zu haben", sagte er. Herbert Moeselaken, Vorsitzender des Bürgervereins, verwies auf die erhöhte Polizeipräsenz in den Tagen nach den Ereignissen. "Nach den Schmierereien war die Polizei oft hier. Das haben die Bewohner an den vielen Strafzetteln wegen falschen Parkens bemerkt", sagte er.

Michael Ruhland appellierte an die Bürger, sich aktiver gegen solche Ereignisse zu wehren. "Wir können alle Anzeige erheben und so Solidarität ausdrücken. Das zieht auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf unser Problem", sagte er.

Bürgermeister Johannes Mans will versuchen, Rechtsextremisten mit sozialem Frieden und gerechten sozialen Strukturen, auch mit Blick auf die Flüchtlingsarbeit, den Nährboden zu entziehen. "Wichtig ist außerdem, dass wir offensiv mit den Problemen umgehen", sagte er.

(trei)
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